Wohnton Spielerische Untiefen auf der Presto-Route

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Trio: Christoph Wasmuth, Ana Kirchmayer-Wonnemann, Adrian Wonnemann. Foto: OsterfeldTrio: Christoph Wasmuth, Ana Kirchmayer-Wonnemann, Adrian Wonnemann. Foto: Osterfeld

Osnabrück Auf der Presto-Route lauschten die Besucher Orgelmusik im Wohnzimmer und einem Klaviertrio zwischen Brennofen und Tonfiguren.

Die Orgel ist gnädig. Während Melanie Ortmann die Fuge g-moll von Johann Sebastian Bach spielt, produziert sie keine „Heuler“. So nennt die Musikerin es, wenn die Traktur ihrer „Walker“-Orgel klemmt und ein Ton dadurch „hängen bleibt“. Obwohl die Musikerin angekündigt hatte, das das passieren könnte, blieb das Malheur an diesem Abend aus und Ortmann konnte ihr Orgelspiel im Wohnzimmer ungehindert durchführen. Nahtlos hatte sie mit ihrem Mann, Oboist Lukas Brandt, den Wohnton-Abend nach der Eröffnung in der Bergkirche mit Barockmusik weitergeführt. Die Gruppe, die sich für die „Promenade Presto“ entschieden hatte, wurde mit einem Bus in den Ortsteil Hellern kutschiert, wo Ortmann und Brandt leben. In deren Wohnzimmer steht die Übungsorgel englischer Bauart, die für besonderes Flair während des Hausmusikfestivals sorgte.

Auch die zweite Station, die angefahren wurde, bot besonderes Ambiente: Inmitten von Töpfen, Brennofen, Plastiken und Tonfiguren spielte das Violinisten-Ehepaar Ana Kirchmayer-Wonnemann und Adrian Wonnemann, begleitet vom Pianisten Christopher Wasmuth, Stücke von Dmitri Schostakowitsch und eine Suite von Maurice Moszkowski. Besonders die hingebungsvoll gespielte Suite mit ihren zahlreichen Stimmungswechseln und spielerischen Untiefen begeisterte im Keramikatelier von Elfi Plashues, die ihren Arbeitsplatz für das ungewöhnliche Kammerkonzert zur Verfügung gestellt hatte.


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