Festival „Wohnton“ in Osnabrück Aha-Erlebnisse auf der virtuosen Allegro-Route

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Konzertmeistertrio: Nikola Pancic und Michal Majersky.Foto: Thomas OsterfeldKonzertmeistertrio: Nikola Pancic und Michal Majersky.Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Die violette Route Allegro führt beim Kammermusikfestival des Theaters „Wohnton“ in die Räume der Ergotherapiepraxis Hildebrand & Weinmann und in die Boutique Christiane Schwarzwald – intime Räume für zwar klein besetzte, aber dennoch virtuose Musiker-Auftritte.

Die violette Route Allegro führt von der Bergkirche an den Jahnplatz in die eher kleine Ergotherapiepraxis von Hildebrand & Weinmann, mit üppig wucherndem Garten im Innenhof – überraschend. Siehe da, Hausdame und Hausherr haben dort schon früher Hausmusikkonzerte veranstaltet. Vor Klappstühlen und therapeutischem Mobiliar sitzen hier Stefan Gröneweller (Fagott), Jürgen Pleger (Klarinette) und Michael Gäbel (Klarinette) und beeindrucken als Musikerpersönlichkeiten in Wort und Spiel. Mit einem Sandwichprogramm (Mozart, gemäßigte Moderne von Josef Friedrich Doppelbauer und zurück zum barocken Schönklang eines Ignaz Pleyel) zeigen sie, was feine und zugleich virtuose Holzbläserkultur bedeutet.

Für Bewegung und Zeit zum Reden und sich Kennenlernen sorgt der längere Fußweg zur Boutique Christiane Schwarzwald in der Redlingerstraße. Zwischen Regalen voller Mode führen Michal Majerski, Nikola Pancic und Anton Govorun als elegant befracktes Konzertmeistertrio vor Ohren, was Paganini und Wieniawski voneinander unterscheidet. Halsbrecherische Capricen geben sie als Solisten oder im Duett zu Gehör. Während Paganini die eher technischen Ausdrucksgrenzen der Geige auslotet, konzentriert sich Wieniawski auf die der musikalisch-melodischen Stimmführung – ein tolles Aha-Erlebnis. Teuflisch gut sind beide Komponisten, wie auch die Konzertmeister in der intimen Kulisse.


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