Wohnton: Die Promenaden Andante grazioso: Die Route für Romantiker

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Osnabrück. Von der Bergkirche zum Wohnzimmer von Professor Sascha Wienhausen und dann ins Seniorenwohnheim Haus Ledenhof führt die Promenade Andante grazioso.

Osnabrück Die Bergstraße runter, an der VHS vorbei, durchs Heger Tor, Marktplatz, Hexengang und die Hase entlang: Die Promenade Andante grazioso ist ohne Zweifel die romantischste unter den sechs Routen von „Wohnton“. Dazu passt das Programm: Annika Spanuth, Stimmführerin der zweiten Geigen im Osnabrücker Symphonieorchester, und Repetitorin Eline Brys spielen Kompositionen von Clara und Robert Schumann, die beide seinerzeit für die Klaviervirtuosin Clara und den Geigenstar Joseph Joachim geschrieben wurden. Das Wohnzimmer von Professor Sascha Wienhausen liefert zu den saftig-romantischen Tönen das passende Ambiente, Spannuth steuert den fülligen Geigenton bei, Brys bringt Wienhausens Bechsteinflügel volltönend zur Geltung – wie gern würde man hier länger bleiben, zum Plauschen und Musikhören und vielleicht auf ein Gläschen Sekt. Das räumt der straffe Zeitplan aber nicht ein; im Haus Ledenhof warten Lydia Steffens-Stützle und Sonja Hajek mit der ungewöhnlichen Besetzung Harfe und Horn. Nicht weiter verwunderlich: Die beiden spielen Bearbeitungen vom Russen Reinhold Glière und Franz Strauss, dem Vater von Richard. Reizvolle Musik ist das, und die zwei Musikerinnen genießen es sicht- und hörbar, mal nicht in den hinteren Reihen des Osnabrücker Symphonieorchesters zu sitzen, sondern Lieblingsmusik zu spielen. Eine große Freude.


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