Mitarbeiter aus über 50 Nationen Osnabrücker Klinikum setzt Zeichen für Integration

Von Antonia Wahmhoff

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Das Klinikum Osnabrück setzt ein Zeichen für Integration. Foto: André HavergoDas Klinikum Osnabrück setzt ein Zeichen für Integration. Foto: André Havergo

Osnabrück. Im Klinikum Osnabrück arbeiten Menschen aus über 50 Nationen in einem multikulturellen Team zusammen. Um ein Zeichen für die gelungene Integration zu setzen, zeigten die Mitarbeiter am Donnerstag nicht nur sprichwörtlich Flagge.

"Die Ereignisse der letzten Tage sind für uns Anlass, ein Zeichen zu setzen", sagte Martin Eversmeyer, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück, als die Mitarbeiter in der Empfangshalle des Krankenhauses zusammenkamen. Der Blick in die Personalakte des Klinikums zeige, dass knapp 10 Prozent der rund 2500 Mitarbeiter nicht in Deutschland geboren seien. Diese Kollegen seien am Klinikum herzlich willkommen und würden gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel auch dringend gebraucht, betonte Eversmeyer. Ohne die Mitarbeiter mit Migrationshintergrund sei die medizinische, pflegerische und organisatorische Versorgung der Patienten nicht möglich.

Plädoyer für mehr Gastfreundlichkeit

Der Aufsichtsratsvorsitzende Fritz Brickwedde ergänzte, dass Deutschland zwar ein attraktiver Wirtschaftsstandort für ausländische Arbeitnehmer sei, in den vergangenen Jahren allerdings durch ausländerfeindliche Kundgebungen und Hetze im Internet im internationalen Vergleich an Gastfreundlichkeit eingebüßt habe. Er plädierte für einen gleichberechtigten und wertschätzenden Umgang miteinander, unabhängig jeglicher Herkunft.

Bunte Vielfalt

Dass die Integration am Klinikum gelingt, zeigten die Mitarbeiter auch durch die verschiedenen Landesfarben. Ob aus Kasachstan, Togo, Sri Lanka oder Syrien - mithilfe von Flaggen der jeweiligen Herkunftsländer brachten sie die multikulturelle Zusammenarbeit zum Ausdruck. "Das ist ein tolles Bild", freute sich die Integrationsbeauftragte der Stadt Osnabrück Seda Rass-Turgut. "In Osnabrück leben 50 000 Menschen mit Migrationshintergrund." Integration sei ein schwieriges Thema. Da tue es gut, diese bunte Vielfalt zu sehen.

Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit

Auch in der Vergangenheit habe es bei der Integration nie Probleme gegeben, erinnerte sich Betriebsratsvorsitzende Angelika Simon und dankte den Mitarbeitern für die herzliche Aufnahme ausländischer Kollegen. "Wir gehören alle zusammen!", betonte sie. Im Klinikum sei kein Platz für Fremdenfeindlichkeit.



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