Facharbeit über Codes Osnabrücker Schülerin gewinnt Preis für Mathearbeit

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sarah Haunhorst von der Ursulaschule gewann für ihre Facharbeit einen Preis im Bereich Mathematik. Foto Jörn MartensSarah Haunhorst von der Ursulaschule gewann für ihre Facharbeit einen Preis im Bereich Mathematik. Foto Jörn Martens

Osnabrück. Die Schülerin Sarah Haunhorst vom Gymnasium Ursulaschule erhielt für ihre Facharbeit den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis und 200 Euro. Die Stiftung prämierte in fünf naturwissenschaftlichen Kategorien jeweils die besten drei Arbeiten von Schülern in Niedersachsen.

"Am ersten Schultag nach den Ferien überraschte mich mein Lehrer mit der Mitteilung, dass ich zur Dr.-Hans-Riegel-Fachpreisverleihung an der Uni Oldenburg eingeladen bin", sagt die 18-Jährige Schülerin. Zusammen mit ihren Eltern, zwei Lehrern und einem Poster ihrer Arbeit fuhr sie zur Preisverleihung. Den Preis gewann die Zwölftklässlerin für die Facharbeit "Codierung – Fehlererkennung und Fehlerkorrektur", die sie bei Herrn Jochmann im Seminarfach schrieb.

Fehlererkennung beim IBAN-Code

"Hinter einem Code steht eine Nachricht oder ein Wort", erklärt Haunhorst, die Mathematik und Informatik als Leistungskurse im Abitur belegt. Der älteste bekannte Code ist das Morsealphabet. Heute sei aber wohl der IBAN-Code auf der Bankkarte wesentlich bekannter. Hinter der Länderkennung "DE" verstecke sich ein Zahlencode. Mit Prüfziffer, Bankleitzahl und Kontonummer ergibt sich dann die IBAN. "Fehler zu erkennen, ist wichtig", sagt Haunhorst, "Es ist schlecht, wenn das Geld auf dem falschen Konto landet."

Die Schülerin war mit ihrer Facharbeit "Codierung - Fehlererkennung und Fehlerkorrektur" erfolgreich. Foto Jörn Martens

Austausch mit Universität

In der 20-seitigen Facharbeit beschrieb sie verschiedene Theorien zur Codierung und stellte eine Formel zur Wahrscheinlichkeit für eine fehlerhafte Übertragung eines Codes auf. Das Ergebnis: Drei Fehler sind unwahrscheinlicher als ein Fehler.

Die Themenidee bekam die Schülerin durch die Universität Osnabrück. Dort traf sie sich zum Austausch mehrmals mit der Mathematik-Professorin Judith Plümer. Eine Herausforderung seien allerdings die Fachbücher gewesen. "Die Bücher sind für Studenten", sagt die Schüler, "Da waren Fachbegriffe, die ich noch nicht kannte." Die Vektoren zum Beispiel lerne sie erst dieses Schuljahr.

Schülerarbeiten in MINT-Fächern ausgezeichnet

Die Stiftung des ehemaligen Haribo-Mitinhabers Hans Riegel erhielt mit 121 eingereichten Arbeiten einen neuen Teilnahmerekord. Im Bereich Mathematik erzielte die Schülerin aus Osnabrück den 3. Platz und erhielt zusätzlich 200 Euro, die sie für eine Abireise sparen möchte.

Laut einer Mitteilung der Stiftung liegt der Fokus der Preisverleihung auf MINT-Fächer und entsprechend wurden jeweils die drei besten Schülerarbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik ausgezeichnet. Eine Experten-Jury der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders kreative Themenstellungen sowie ein deutlich erkennbarer  Eigenanteil entscheidend für eine Prämierung waren. Studiendekanin Pietzner lobte die hohe Qualität und Originalität der Arbeiten: "Das Spektrum reicht von Mikroplastik im Meer über exotische Käfer bis hin zu Ampelschaltungen und digitalen Lösungen für eine nachhaltige Zukunft."


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN