Zehn Geschäfte machen mit In Osnabrück einkaufen und mit dem Lastenrad liefern lassen

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Osnabrück. Eine Bratpfanne von Schäffer, ein Anzug von L&T, dazu zwei Flaschen von Wein Fohs – das geht auch ohne Schleppen. Wer will, kann die Waren jeden Tag bis 22 Uhr am Nikolaiort deponieren lassen. Oder zum Wunschtermin nach Hause ordern. Das neue Portal Osnabrück24.de will weitere Geschäfte einbeziehen.

Zehn Einzelhandelsgeschäfte aus der Osnabrücker City gehen mit einem Liefer- und Abholservice an den Start. Bisher sind es erst sieben. Ab einem Lieferwert von 100 Euro ist die Zustellung kostenlos, darunter kostet sie 4,90 Euro. Initiatiator ist Tobias Schonebeck, der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Schäffer Geschenke. Bei der Auslieferung sollen vornehmlich E-Transporter, E-Autos und E-Lastenräder eingesetzt werden. Weil die neue Dienstleistung gut in ihr gemeinsames Konzept „Mobile Zukunft“ passt, unterstützen auch die Stadt und Stadtwerke die Initiative.

Gebündelt ausliefern

Als „Lösung, die nicht nur für uns optimal ist, sondern auch für die Stadtentwicklung“ bezeichnet Schäffer-Geschäftsführer Schonebeck den neuen Service. Sein Haus bietet die Zustellung nach Hause schon seit geraumer Zeit an. Die Resonanz sei sehr positiv. „Wer zum Weinfest geht, möchte nicht seine Einkäufe mitschleppen“, vermerkt der Kaufmann. Zielgruppe seien auch Kunden, die mit dem Rad in die Stadt kommen oder ältere Menschen, die mit dem Tragen Probleme haben.

Was bis 17 Uhr eingekauft ist, kann noch am selben Tag zugestellt werden. Für die Auslieferung späterer Anschaffungen wird ein Termin vereinbart. Die erstandenen Waren können aber auch bei Schäffer gebunkert werden, bis der Einkaufsbummel oder der anschließende Restaurantbesuch beendet ist. Bis 22 Uhr ist das Depot geöffnet.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ist überzeugt, dass dieses Angebot die Innenstadt attraktiver machen wird. Schäffer sei für ihn ein Beispiel, wie innovativ, intelligent und integrativ der Einzelhandel sein könne. Auch Stadtbaurat Frank Otte betrachtet es als wichtigen Schritt, die Waren gebündelt auszuliefern und damit Verkehr zu vermeiden. Wegweisend findet er, dass mit der City-Logistik auf Effizienz und Emissionsvermeidung gesetzt werde.

Ohne Diesel-Lkw

Tobias Schonebeck macht keinen Hehl daraus, dass der Zustellservice noch nicht kostendeckend arbeitet. Aber er sieht gute Chancen, auf der Basis den Online-Handel auszubauen. Zehn Geschäfte sollen in der ersten Phase mitmachen, erkennbar an den Aufklebern „Osnabrück24.de“ im Kassenbereich. Neben Schäffer sind bisher L+T, Prelle Shop, Optik Peter Meyer, Wein Fohs, Vom Fass und Miele Kerber dabei. Ziel ist es aber, den Kreis der Mitstreiter zu vergrößern.

Den logistischen Part übernimmt GLL Logistik, ein Tochterunternehmen der Spedition Meyer + Meyer, und zwar „so nachhaltig wie möglich“, wie es heißt. Bisher werde mit einem E-Lastenrad, einem E-Auto und einem Boten zu Fuß gearbeitet, und zwar in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern.

Mit ihrem Projekt „Mobile Zukunft“ wollen die Stadt und die Stadtwerke die City-Logistik weiter ausbauen. So soll auch verhindert werden, dass immer mehr dieselbetriebene Fahrzeuge der Paketdienste auf den Straßen von Osnabrück unterwegs sind.


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