Ausstellung über die Bedeutung des Raums Vordemberge-Gildewart und Max Liebermann in Osnabrück

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Die Bedeutung von Raum demonstrieren die Werke von Max Liebermann und Vordemberge-Gildewart Foto: André HavergoDie Bedeutung von Raum demonstrieren die Werke von Max Liebermann und Vordemberge-Gildewart Foto: André Havergo

Osnabrück Die Kunsthandlung Th. Hülsmeier zeigt anlässlich des städtischen Kulturextras zum Thema „Raum“ Arbeiten von zwei Künstlern, die unterschiedlicher nicht sein können: Friedrich Vordemberge-Gildewart und Max Liebermann.

Ausstellungen mit Arbeiten von mehr als einem Künstler haben meist ein Thema. So lassen sich die Exponate in der Regel hinsichtlich mindestens eines bestimmten Kriteriums auf einen Nenner bringen: Sei es derselbe Stil, bestimmte Bildinhalte oder vielleicht auch nur eine vorherrschende Farbe, die Arbeiten lassen sich vergleichen. Zwei Künstler, die bis auf eine Überschneidung ihrer biografischen Daten eigentlich nichts miteinander zu tun haben, darf man sich jetzt in der Kunsthandlung Th. Hülsmeier anschauen. Ganz bewusst wurden die Bilder von Friedrich Vordemberge-Gildewart und Max Liebermann nebeneinander gehängt, um den Kontrast zwischen Impressionismus und Konstruktivismus prägnant zu betonen.

Der Grund für die ungewöhnliche Konstellation ist das von der Stadt Osnabrück ausgerufene Kultextra „Raum“. Und so lautet der Titel der Ausstellung „Die Bedeutung des Raums in der Bildgestaltung“. Tatsächlich lässt sich anhand der Liebermannschen Radierungen und Lithographien feststellen, dass der Impressionist die künstlerische Gestaltung des Raums noch recht konventionell handhabt – im Gegensatz zu Vordemberge-Gildewart. Der 1899 in Osnabrück geborene Grafiker, Maler und Bildhauer gehört einer Künstlergeneration an, die mit der überbrachten, gegenständlichen Formsprache brach und sich stattdessen auf bisweilen mathematisch berechnete, geometrische Bildkomponenten konzentrierte.

Obwohl sie nebeneinander hängen, der „Fischmarkt in Amsterdam“, eine Original-Radierung Liebermanns, und die „Komposition No. 216“, eine Original-Serigraphie von Vordemberge-Gildewart, der Betrachter realisiert, dass in der Epoche, in der diese beiden Künstler arbeiteten, eine gestalterische Revolution vonstattengegangen war. Denn unterschiedlicher können diese Bilder nicht sein.


Kunsthandlung Th. Hülsmeier:

„Die Bedeutung des Raums in der Bildgestaltung“, Arbeiten von Max Liebermann und Friedrich Vordemberge-Gildewart. Bis 22. September, Mo.-Fr. 10-18.30 Uhr, Sa. 10-16 Uhr.

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