Neue Eisenbahnbrücke in Osnabrück "An der Petersburg" wegen Arbeiten der Bahn stadtauswärts gesperrt

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Die Straße An der Petersburg ist bis auf weiteres stadtauswärts gesperrt. Foto: Michael GründelDie Straße An der Petersburg ist bis auf weiteres stadtauswärts gesperrt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Straße "An der Petersburg" ist wegen Brückenbauarbeiten der Deutschen Bahn erneut gesperrt. Nach Vollsperrungen im Februar und Mai ist diesmal nur die stadtauswärts führende Fahrspur betroffen.

Die Eisenbahnüberführung ist 109 Jahre alt. Weil eine Sanierung zu teuer gewesen wäre, baut die Bahn eine neue Brücke. Zunächst mussten im Februar Strom-, Gas- und Wasserleitungen umverlegt werden. Im Mai begannen dann die eigentlichen Bauarbeiten. Beide Male musste die wichtige Verbindungsstraße vom Petersburger Wall zur Hannoverschen Straße komplett gesperrt werden. 

Anwohner und Gewerbetreibende ärgerlich

Schon damals sorgte die Baustelle für reichlich Unmut bei Anwohnern und der anliegenden Gastronomie. Die Anwohner beschwerten sich über die waghalsigen und lauten Wendemanöver von Lkw-Fahrern, die die Schilder übersehen hatten. Die Burger-Bar Zauber von OS in der Dammstraße musste Umsatzeinbußen hinnehmen. Inhaber Adrien Renauldon beklagte, dass er nicht rechtzeitig über die Sperrung informiert worden sei, sonst hätte er seine Betriebsferien in die Zeit der Sperrung legen können. 

Keine Info an Presse

Auch jetzt hat die Bahn die Information über die Sperrung wieder sehr kurzfristig bekanntgegeben. Erst am Mittwoch, wenige Tage vor der Sperrung am Montag, hatte die Deutsche Bahn die Stadt laut deren Sprecher Sven Jürgensen über die geplante Maßnahme informiert. Am Donnerstag habe die Stadt dann die Freigabe erteilt. Eine Mitteilung der Deutschen Bahn an Presse oder Anwohner hatte es nicht gegeben. Auch die Stadt sah sich nicht in der Pflicht. "Das ist die Aufgabe des Bauherren", sagt Jürgensen. Trotzdem habe man schnellstmöglich alle Anwohner und Gewerbetreibenden informiert. 

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Bahn-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis, man bedauere diese kurzfristige Benachrichtigung, aber die Ausführung sei aus externen Gründen erst kurzfristig möglich geworden.

Neue Widerlager

In dem nun anstehenden Bauabschnitt werden die sogenannten Widerlager neu gebaut. "Das sind sozusagen die Pfeiler, auf denen später die Brückenwände aufliegen werden", erklärt Meyer-Lovis. Wie lange die aktuelle Sperrung anhalten wird, konnten weder Stadt noch die Deutsche Bahn sagen. Auf Nachfrage erklärte Bahn-Sprecher Meyer-Lovis: "Nach jetziger Planung sollen die Brückenteile Mitte kommenden Jahres eingeschoben werden, hier für werden dann noch Sperrungen erfolgen."




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