Ein viel beschäftigter Mann Osnabrücker Sebastian Osterhaus ist ein Tausendsassa und Party-Erfinder

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Am Güterbahnhof legt Sebastian Osterhaus am Freitag und Samstag auf. Der umtriebige DJ ist aber auch woanders aktiv. Foto: Thomas WübkerAm Güterbahnhof legt Sebastian Osterhaus am Freitag und Samstag auf. Der umtriebige DJ ist aber auch woanders aktiv. Foto: Thomas Wübker

Osnabrück. Sebastian Osterhaus ist ein viel beschäftigter, wenn nicht gar der am meisten beschäftigte DJ der Stadt. Am Wochenende legt er bei den Partys „Mein Kiez“ und „Fein“ in der Kleinen Freiheit auf. In der kommenden Woche ist er am Freitag im Blue Note beim Swingin‘ Soul special. Die musikalische Bandbreite, die er abdeckt, sucht in Osnabrück seinesgleichen.

Osterhaus ist wohl der beste Beweis dafür, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Mit seinem langjährigen Kompagnon Thorsten Kracht legte er zum ersten Mal bei einer Fachschaftsparty auf. Am Tag danach gingen sie zu den Betreibern der Kleinen Freiheit, Guido Remmert und Falk Schlukat, und sagten ihnen, sie wollen nun auch in dem Club am Güterbahnhof auflegen. Als die beiden Chefs fragten, wo die jungen Bewerber schon aufgelegt hatten, mussten sie ob der Antwort schmunzeln. Doch die beiden ließen sich nicht abwimmeln. Sie bekamen ihre Chance. Das K. O. DJ-Team war geboren. Das war vor 13 Jahren. Hartnäckigkeit bewies das Team auch bei der Durchsetzung der Party-Reihen. Sie waren zu Beginn keine Selbstläufer.

Mittlerweile gibt es aber nur noch Herrn O. Herr K. widmet sich seiner Familie, wie Sebastian Osterhaus erzählt. Also stemmt er die zahlreichen Partys allein.

Die Party-Reihen „Is this it“, „Beat the Brat“ oder „Mit 90 vor die Wand“ gehen auf das Konto des K. O. DJ-Teams. Schon da hat sich die musikalische Palette von Indie bis zu Hip Hop und Elektro Swing erweitert. Die Reihe „Disco 2000“ beinhaltete dann Stile aus dem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends, also kamen Trap und andere Elektro-Sounds dazu.

Feiern für die Freundschaft

Am Wochenende geht die Reise weiter. Am Freitag steht die Party „Mein Kiez – Meine Stadt, meine Hood, mein Club“ auf dem Plan. Dabei soll es darum gehen, die Freundschaft zueinander und der Stadt zu feiern, sagt Osterhaus. Musikalisch wird das durch Indie, Hip Hop, Beats, Elektro und House befeuert. Am Samstag geht die Reihe „Fein“ in die nächste Runde. Neben Elektro Swing aus dem DJ-Pult wird Live-Musik von der Band 42nd Beat zu hören sein. Sebastian Osterhaus wird sich an dem Abend mit der Band abwechseln.

Über den 36-Jährigen wird gesagt, er sei der einzige DJ in Osnabrück, der glaubhaft alle möglichen Stile abdecken könne. In sein Portfolio passt eine 90er-Party ebenso wie ein Hip Hop-Abend. Sebastian Osterhaus sieht das nüchterner: „Als DJ ist man auch Dienstleister.“ Trotzdem sagt er, dass er sich in die jeweilige Materie einarbeitet und sich mit den verschiedenen Genres vertraut macht. Das DJ-ing sei für ihn aber hauptsächlich Spaß, auch wenn er mittlerweile Events wie das Festival Appletree Garden in Diepholz oder das Terrassenfest beschallt.

Osterhaus ist nicht nur DJ, sondern auch Künstler. Seine Bilder sind noch bis zum 20. Oktober in der Galerie W am Heger-Tor-Wall 26 in Osnabrück zu sehen.


Was sonst noch läuft

Beatstreet #127 mit Crux Pistols, Brücks, Fr., 7. 9., 23 Uhr: Der Red Bull Thre3style Champion Dan Gerous und sein Turn Up Partner Notfx aus München drehen am Freitag im Brücks die Decks.

Geh Stampfen meets Upward Records, Skatehalle, Sa., 8. 9., 22 Uhr: Progressive- und Psy-Trance, Techno und Minimal mit den DJ’s von Upward Records aus Hamburg gibt es am Samstag in der Skatehalle.

Tanzen, Lagerhalle, Sa., 8. 9., 23 Uhr: Der Name ist Programm. Die DJ’s Bajo und sash:mob spielen Hits der Pop- und Rockgeschichte sowie aktuelle Charts-Burner.

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