23 Faktoren untersucht Wohnsituation für Studenten: Osnabrück verschlechtert sich in Studie

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Wohnsituation für Studierende in Deutschland hat sich in diesem Jahr weiter verschlechtert. Foto: dpaDie Wohnsituation für Studierende in Deutschland hat sich in diesem Jahr weiter verschlechtert. Foto: dpa

Osnabrück. Die Wohnsituation für Studierende in Deutschland hat sich in diesem Jahr weiter verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts, die knapp 100 Hochschul- und Universitätsstandorte miteinander vergleicht. Wo landet Osnabrück in dem Ranking?

Wie schon in den vergangenen Jahren hat das Institut in Kooperation mit dem Immobilienportal WG-gesucht.de 2018 eine Studie zur Wohnsituation von Studierenden herausgebracht. Anhand von 23 Faktoren wie zum Beispiel den Preisen für ein WG-Zimmer, der Entwicklung der Studierenden- und Erstsemesterzahlen und die Quote geförderter Wohnheime wurden darin insgesamt 96 Hochschulstandorte mit jeweils mindestens 5000 Studierenden verglichen. Für jeden Standort ermittelten die Autoren einen speziellen Anspannungs-Index des studentischen Wohnungsmarktes, dessen Höchstwert bei 100 liegt. Das ernüchternde Fazit der Studie: Vor allem in ohnehin begehrten Hochschulstädten sei es noch schwieriger geworden, eine passende und bezahlbare Unterkunft zu finden“, heißt es von Seiten des Moses-Mendelssohn-Instituts.

Lage spitzt sich zu

„Im Bundesschnitt stellten wir im sechsten Jahr der Untersuchung einen weiteren Anstieg des Index fest, von 37,7 auf 37,9 Punkte. Das ist ein neuer Höchstwert“, wird Stefan Brauckmann, Direktor des Moses Mendelssohn Instituts, in einer Pressemitteilung zitiert: „Vor allem an Standorten, die ohnehin gefragt sind, spitzt sich die Lage zu.“ Hauptursache für diese Entwicklung sei demnach eine Mischung aus einer zunehmenden Nachfrage, steigenden Preisen und mangelnden Angeboten in den gefragten Standorten. (Weiterlesen: Mietverträge in der WG: Tipps vom Experten)

Osnabrück im Mittelfeld

Die ersten drei Plätze im Ranking haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. München belegt den Spitzenplatz (Index von 79,0) vor Hamburg und Stuttgart (beide Index 76). Vor allem in diesen Städten sei die Wohnungssuche schwieriger als je zuvor. Osnabrück nimmt in dem Ranking einen Mittelfeldplatz ein – Rang 35 mit einem Index von 43. Im Vergleich zum Vorjahr muss sich die Situation für die Studierenden aber deutlich verschlechtert haben. 2017 lag der Index noch bei 36,5. (Weiterlesen: Wer kein WG-Zimmer in Osnabrück hat, schläft im Hostel)

Von allen untersuchten Standorten ist der Wert in Osnabrück am deutlichsten gestiegen. Es sei viel schwieriger geworden, hier eine Wohnung zu finden, heißt es in der Studie. Immerhin gibt es Bestrebungen, diese Problematik abzumildern. Am Samstag hatte das Studentenwerk Osnabrück den Erweiterungsbau seines Wohnheims an der Jahnstraße 38-40 eröffnet. Er bietet 41 Studenten ein neues Zuhause im Stadtteil Wüste. Angespannter als in Osnabrück ist die Lage übrigens noch in Bremen (Platz 31) und Münster (Platz 22). Den letzten Platz im Ranking nimmt Saarbrücken ein. Hier scheint es für die Studenten am einfachsten zu sein, an eine (bezahlbare) Wohnung zu kommen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN