Vosslinke-Gelände im Fokus Bergfest am Piesberg: Ein blauer Waggon für gute Einfälle

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Im Ideen-Waggon Vosslinke konnten Besucher des Bergfestes am Piesberg Vorschläge zur Entwicklung des Geländes hinterlassen. Foto: David EbenerIm Ideen-Waggon Vosslinke konnten Besucher des Bergfestes am Piesberg Vorschläge zur Entwicklung des Geländes hinterlassen. Foto: David Ebener 

Osnabrück. Eine rekordverdächtige Zahl von Besuchern kam am Sonntag zum Bergfest 2018 am Osnabrücker Piesberg. Der neue, blaue Ideen-Waggon in der Vosslinke erfreute sich besonderer Beliebtheit.

"Cool", "Das ist voll spannend" und "Können wir länger bleiben?" – die spontanen Reaktionen der zahlreichen Kinder unter den Besuchern verrieten schnell, dass die Organisatoren des alle zwei Jahre stattfindenden Festes rund um den Kultur- und Landschaftspark am Osnabrücker Piesberg auch 2018 wieder alles richtig gemacht hatten. Sämtliche Angebote standen diesmal unter dem Motto "Rostglanz". 

Das sich häufig unter Rost ein ganz besonderer Glanz verbirgt, wollte das Bergfest-Team auch im Fall der Vosslinke beweisen – ein Areal, das lange Zeit wenig Beachtung fand. Das Gelände oberhalb des Hasestollens am Süberweg bildete neben dem Kastaniengarten des Pyer Gesellschaftshauses das neue Zentrum des Bergfestes.

Vosslinke "unbekanntes Terrain" 

Auch für ihn sei die Vosslinke noch völlig unbekanntes Terrain, räumte CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde ein, der stellvertretend für die Stadt Osnabrück die Gäste begrüßte. "Das Projekt Vosslinke ist etwas ganz Neues", sagte er und wünschte sich von den Besuchern, dass sie zahlreiche Ideen einbringen, wie das Gelände, das sich heute im Besitz der Niedersächsischen Landesforsten, der Stadtwerke und der Stadt Osnabrück befindet, künftig entwickelt werden könnte.


Der Ideen-Waggon Vosslinke ist ein Geschenk der Osnabrücker Dampflokfreunde. Foto: David Ebener


"Die Vosslinke ist ein neuer Ort des Gesamtensembles am Piesberg, der ganz sensibel ist", erklärte Imke Wedemeyer, Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshauses. Sie hat zusammen mit Vertretern des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Osnabrücker Stadtverwaltung und weiteren Kooperationspartnern das Fest rund um den rund 400 Hektar großen Kultur- und Landschaftspark organisiert. "Die Künstler passen allesamt zu den Orten, an denen sie auftreten, so auch in der Vosslinke", betonte Wedemeyer. 



Besucher machen Vorschläge

Tatsächlich nutzten beispielsweise die Künstler von "Nagetuschs Caféwagen" mit ihrem akrobatischen Kaffeetrinken das Platzangebot der Vosslinke. Zaches & Zinnober musizierten für Jung und Alt von einem rostigen Anhänger, und der neue Ideen-Waggon – ein Geschenk der Osnabrücker Dampflokfreunde – öffnete seine Türen für die Vorschlagsammlung. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, ihre Einfälle zu hinterlassen. Einer der Höhepunkt im kulturellen Programm war zudem die interkulturelle Tanzdarbietung mit dem Titel "Home sweet home", bei der Teilnehmer im Alter von 7 bis 78 Jahren ihre Gedanken zum Thema Heimat vortrugen, sangen und tanzten. 


Unter dem Motto "Rostglanz" lockte das diesjährige Bergfest am Piesberg rekordverdächtig viele Besucher an, wie hier auf dem Magazingelände des Museums Industriekultur. Foto: David Ebener


Kunst und Kultur zum Mitmachen

Während sich im Kastaniengarten des Piesberger Gesellschaftshauses Künstler ein kurzweiliges Stelldichein gaben, verschaffte beispielsweise Märchenerzählerin Sabine Meyer im historischen Festkleid und unter Bäumen mit "Glänzenden Geschichten von allerlei Metall" ihren Zuhörern am Rand der Vosslinke eine willkommene Verschnaufpause. Im Museum Industriekultur warteten jede Menge Mitmach-Aktionen vom Bauen mit Metall bis hin zur Aufarbeitung von Gegenständen auf die Besucher, die es sich auch im Sommer-Café im Garten des Museums gutgehen lassen konnten. 

Wie viele Besucher tatsächlich die Angebote rund um den 188 Meter hohen Berg im Osnabrücker Norden nutzten, war schwer zu sagen. Das Team der Vereins für feldspurige Industriebahnen am Piesberg jedenfalls, das den ganzen Tag mit historischen Grubenlokomotiven zwischen Lokschuppen und Südsteig in der Nähe der Treppen zur Aussichtsplattform pendelten, freute sich über eine besonders große Resonanz. "Am frühen Nachmittag haben wir schon mehr Fahrgäste befördert, als an anderen Bergfesten am ganzen Tag", berichteten Anja Schameitat und Rita Kauder-Seiniger vom Bahn-Team.


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