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Aktionen zum Antikriegstag Gewerkschaft organisiert Demonstration für Frieden in Osnabrück

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"Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!" lautete das Motto der Demonstration. Foto: David Ebener"Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!" lautete das Motto der Demonstration. Foto: David Ebener 

Osnabrück. Unter dem Motto „Zusammenkommen“ gestaltete der DGB-Stadtverband Osnabrück den diesjährigen Antikriegstag am 1. September – mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt vom Theater zum Gewerkschaftshaus, wo eine Ausstellung eröffnet wurde.

Ordnungsgemäß eskortiert zogen nach Angaben des Veranstalters 112 Teilnehmer vom Platz der Deutschen Einheit am Theater über die Georg- und Möserstraße zum Gewerkschafshaus am August-Bebel-Platz. „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ lautete die Parole, die unterwegs mitunter auch lauthals skandiert wurde. 

Mehr als einhundert Teilnehmer zogen gegen Krieg und Faschismus durch Osnabrück. Foto: David Ebener

Im musikalischen Marschgepäck hatten die Demonstranten aber auch Joan Baez´ Anti-Kriegs-Hymne „We Shall Overcome“. Mitglieder der Parteien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen befanden sich ebenso sichtbar unter den Teilnehmern wie solche aus pazifistischen, antifaschistischen oder kurdischen Vereinigungen. So wurde die Forderung plastisch, dass alle Gruppierungen zusammen das Engagement und den Widerstand gegen Krieg und Faschismus organisieren sollen. 

Rotes Netz verbindet

Bildung allein reiche nicht aus, man müsse eben „zusammenkommen“ und sich gemeinsam „dagegen wehren“, erläuterte die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Nicole Verlage am Zielpunkt vor dem Gewerkschaftshaus noch einmal die diesjährige Losung des Antikriegstags. „Mit vielfältiger Kreativität deutlich machen, dass Grenzen überschritten werden“, beschrieb sie zudem mit Blick auf die heutigen „Kriegsgewinnler“ und Populisten das Konzept und den Anspruch der offenen, wachsenden Ausstellung, die noch drei Wochen lang bis einschließlich Freitag, 21. September im Treppenhaus des Gewerkschaftsgebäudes zu sehen und zu bereichern sein wird.

Die Ausstellung im Gewerkschaftshaus. Foto: David Ebener

Ein über alle drei Etagen gespanntes rotes Netz soll dabei ganz unterschiedliche, nicht nur professionelle künstlerische Ansätze und inhaltliche Auffassungen miteinander verbinden. Jeder sei dazu eingeladen, in jedweder künstlerischer Form seinen eigenen Blickwinkel hinzuzufügen, um die „Zusammenkommen“-Ausstellung und die mit ihr verknüpften Diskussionen in einer großen Bandbreite „lebendig“ zu halten, betonte Verlage. 

Schaffen wir das? "Wir schaffen das wirklich", glaubt man im Gewerkschaftshaus. Foto: David Ebener

Für eine waffenfreie Welt

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung mit anschließendem „Antikriegsfest“ von Achim Bigus, der zu Dieter Süverkrüps „Lied vom Tod“ daran erinnerte, dass Kriege „nicht vom Himmel“ fallen, sondern „gemacht“ sind und „Interessen“ dahinterstecken. Auch die Tatsache, dass Kriege derzeit die „häufigste Fluchtursache“ und zudem ein „lukratives Geschäft“ seien, kam zur Sprache. Mit „Unser Marsch ist eine gute Sache“ gab Bigus mit der Akustikgitarre auch noch ein weiteres altes, aber derzeit wieder hochaktuelles Lied aus der Pionierzeit der Ostermärsche in den 60er-Jahren zum Besten – „für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält“, heißt es darin weiter. Das dürfte den Teilnehmern des Demonstrationszuges aus der Seele gesprochen haben, die sich unter anderem auch explizit gegen Waffenhandel und für die „Einhaltung des Völkerrechts“ und den „Stopp aller Rüstungsexporte“ ausgesprochen hatten.


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