Mit Feierstunde im Rathaus Osnabrücker Stadtschützenfest 2018 ist eröffnet

Von Markus Strothmann

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Die Verleihung der Schützenkette der Stadt Osnabrück an die amtierende Schützenkönigin Kerstin Rima übernahmen Guido Altevogt (links) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Foto: Thomas OsterfeldDie Verleihung der Schützenkette der Stadt Osnabrück an die amtierende Schützenkönigin Kerstin Rima übernahmen Guido Altevogt (links) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Das Osnabrücker Stadtschützenfest 2018 ist am Freitag, 31. August, mit einer Feierstunde im Friedenssaal eröffnet worden. Bei dieser Gelegenheit verteidigte der Kreispräsident des Schützenkreises Osnabrück-Stadt Guido Altvogt den Deutschen Schützenbund gegen eine Beleidigung durch Spiegel-Kolumnist Markus Feldenkirchen.

In einem Text zur Affäre um den Rücktritt des Fußballers Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft hatte Feldenkirchen dem DFB-Präsident Reinhard Grindel geraten, sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen, in dem er weniger Schaden anrichten könne, etwa im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge oder im Deutschen Schützenbund (DSB). Die enthaltene Aussage sei klar: Markus Feldenkirchen halte den DSB für eine Organisation, die mit einem unfähigen Präsidenten gut bedient sei. Auch der implizite Rassismusvorwurf ging nicht unbemerkt durch.

„Wir verweigern uns in aller Form gegen diese abwegige Inanspruchnahme“, so Guido Altvogt, „das ist eine völlig grundlose Diffamierung.“ Rund 14.000 Vereine mit etwa 1,4 Millionen Mitgliedern betrieben seit langer Zeit Breiten- und Leistungssport und leisteten Integrationsarbeit. Altvogt zitierte den DSB-Präsidenten Hans-Heinrich von Schönfels, der sich darüber beschwerte, mit solchen Kommentaren gefährdeten die Verfasser das gute Miteinander der Mitglieder in der äußerst vielfältigen Vereinslandschaft.

„Geselligkeit und sportlicher Wettbewerb“

Guido Altvogt konzentrierte sich in seiner Rede hauptsächlich auf die stark empfundene Anfeindung, schaffte aber rechtzeitig wieder die Überleitung zum eigentlichen und erfreulichen Anlass der Feier: dem Auftakt des Stadtschützenfests. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert behängte Schützenkönigin Kerstin Rima und den ehemaligen Schützenkönig Werner Ulbricht mit ihren Ketten und gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Schützenwesens in Osnabrück. Er lobte zudem die Arbeit der Vereine: „Im Schützenwesen verbindet sich Geselligkeit mit sportlichem Wettbewerb“, das rege Vereinsleben fördere den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zum Schluss: Gute Wünsche für „ein ausgelassenes und fröhliches Stadtschützenfest.“

Salutschießen verschoben

Das Gedenken an verstorbene Mitglieder zu Trompetenklängen fehlte nicht, das gemeinsame Singen der Nationalhymne beschloss die Feier. Die nun eigentlich üblichen Salutschüsse auf dem Marktplatz mussten ausfallen, weil dort kein Platz war wegen der gerade laufenden Veranstaltung „Osnabrück isst gut“. Guido Altvogt versprach aber, das Salutschießen nachzuholen, und forderte die Runde auf: „Lasst uns jetzt vernünftig und gesittet zum Rampendahl gehen!“

Vier Mitglieder des DSB wurden für besondere Verdienste geehrt: Horst Rima erhielt das silberne Ehrenkreuz des Nordwestdeutschen Schützenbundes (NWDSB), Dieter Hinslage das bronzene Ehrenkreuz. Nils Schlichting wurde ausgezeichnet mit der goldenen Verdienstnadel des NWDSB, Kerstin Rima mit der silbernen Verdienstnadel des Schützenbundes Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.


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