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01.09.2018, 06:25 Uhr NEUE KONTAKTSTELLE

Das reicht nicht angesichts der Wohnungsnot in Osnabrück

Kommentar von Sandra Dorn

Im ersten Stock in der Bierstraße 17/18 wird die "Kontaktstelle Wohnraum" ihren Sitz haben. Foto: Thomas OsterfeldIm ersten Stock in der Bierstraße 17/18 wird die "Kontaktstelle Wohnraum" ihren Sitz haben. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Wie bei vielem, was die Stadt jetzt unternimmt, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu beheben, kommt auch die Einrichtung der neuen Kontaktstelle für Eigentümer reichlich spät und greift außerdem kurz.

Der Ansatz, Haus- und Grundstücksbesitzer anzusprechen, damit sich auf den potenziellen Bauflächen etwas tut, ist ja absolut richtig. Aber dafür braucht es mehr als zwei Mitarbeiter, die die Eigentümer von den Vorteilen des Bauens in zweiter Reihe oder der teilweisen Vermietung eines zu groß gewordenen Hauses zu überzeugen.

Es ist allgemein bekannt, dass Bauen zurzeit wahnsinnig kompliziert und zeitaufwendig ist. Bauwillige warten monatelang auf die Genehmigung ihrer Bauanträge, die Bauvorschriften sind ausufernd. Baufirmen und sonstige Facharbeiter zu finden, ist wegen der hohen Nachfrage aufgrund der Zinslage ebenfalls schwierig. Insbesondere ältere Eigentümer müssen ohnehin schon mühsam von Veränderungen überzeugt werden – solche Rahmenbedingungen ersticken eine mögliche Bereitschaft im Keim.

Hier muss die Stadt ansetzen, sonst läuft die Arbeit der Kontaktstelle Wohnraum ins Leere.


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