Vom Hinterzimmer ins Rampenlicht Zweite Steeldarts-Meisterschaft im Alando gestartet

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Hochkonzentriert werfen die Darter im Alando ihre Pfeile.  Foto: André HavergoHochkonzentriert werfen die Darter im Alando ihre Pfeile. Foto: André Havergo

Osnabrück. Die Pfeile fliegen wieder: Mit der ersten von vier Vorrunden ist im Alando Palais nach der erfolgreichen Premiere im April und mit abermals hoher Resonanz die zweite Osnabrücker Steeldarts-Meisterschaft um den Filmpassage-Cup gestartet.

Mit höchster Konzentration und Zielgenauigkeit warfen die ersten 16 von insgesamt 64 Zweier-Teams mit so illustren Namen wie SK Lation oder SC Hamlippen ihre Stahlpfeile auf die beiden traditionellen, nicht elektronischen Dartscheiben, die im Black Music Club aufgestellt sind – neben einer dritten, die zum Trainieren und Warmspielen dient. Exakt 2,37 Meter beträgt der Abstand zum Zielobjekt. Bei Übertritt ist der Wurf ungültig. Die internationalen Spielregeln werden genau eingehalten, auch wenn der Kultsport hierzulande weniger professionell praktiziert wird als etwa in England oder Holland, wo er „Volkssport“ sei, wie Organisator Christian Schäfer betont. Mit seiner „Events und Medien“-Agentur verhilft er nach dem Eisstockschießen am Ledenhof bereits der zweiten seiner Meinung nach „unterschätzen“ Sportart zu mehr Publikumsinteresse. 

Mit ruhiger Hand zum Ziel

Selbst das Schinkelaner Team Rangers, das immerhin in der Niedersachsenliga spielt, trainiert im Hinterzimmer einer Kneipe. Dort herrsche allerdings „absolute Ruhe“, was für Schäfers Event nicht gerade gilt. Umso erstaunlicher findet er es, wie gut es den Teilnehmern gelingt, auch bei Musik und Gejohle die Konzentration aufrechtzuerhalten. Für Marcel Möller vom letztmaligen Siegerteam „Die Heinecken“, für das es diesmal um die Titelverteidigung geht, ist das Publikum sogar zusätzlicher Ansporn. Nach dem ersten Wurf im Rampenlicht habe man sich schnell „an die Atmosphäre gewöhnt“ und sie vergessen, um eine ruhige Hand zu bewahren für den „feinmotorischen Konzentrationssport“, wie er das Darten beschreibt.

Finale mit Glamour

Für die große Finalrunde am 6. Oktober mit Schauspieler und Sänger Oli P. als Stargast, für das sich die Teams in zwei Zwischenrunden mit erhöhtem, „Double“- statt „Single-Out“- Schwierigkeitsgrad qualifizieren können, wird es besonders wichtig sein, das Drumherum auszublenden. Denn die entscheidenden Spiele werden auf der großen Bühne des Alando ganz im Stil des legendären Londoner „Ally Pally“ inszeniert, verspricht Schäfer – inklusive Einlaufmusik, Fanclubs und glamouröser Präsentation der Zahlen, beginnend mit dem Start bei 501, von dem aus dann mathematisch exakt auf Null runtergeworfen werden muss. Denn entgegen der landläufigen Meinung kommt es beim Darten nicht unbedingt darauf an, das „Bull´s Eye“ in der Mitte zu treffen, sondern genau die Felder mit der dafür notwendigen Punktzahl.


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