Wahl voraussichtlich am 26. Mai Osnabrücker Landrat Lübbersmann will wieder kandidieren

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Michael Lübbersmann will weiter Landrat des Landkreises Osnabrück bleiben, wenn die CDU ihn erneut als Landratskandidaten unterstützen sollte. Foto: Michael GründelMichael Lübbersmann will weiter Landrat des Landkreises Osnabrück bleiben, wenn die CDU ihn erneut als Landratskandidaten unterstützen sollte. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Michael Lübbersmann will weiter Landrat des Landkreises Osnabrück bleiben. Der CDU-Landrat hat auf Anfrage unserer Redaktion angekündigt, dass er bei der Landratswahl im kommenden Jahr erneut kandidieren möchte, wenn die CDU-Mitglieder ihn bei der Urwahl im Oktober wieder als ihren Kandidat aufstellen sollten. Die Landratswahl findet voraussichtlich am 26. Mai 2019 parallel zur Europawahl statt.

Allerdings muss zuvor noch der Kreistag den 26. Mai 2019 als Wahltag festlegen. Spätestens etwa sechs Wochen vor der Wahl müssen die Herausforderer der anderen Parteien bekannt sein. Natürlich hätte der Gegenkandidat faktisch keine Chancen mehr, eine entsprechende Bekanntheit zu erlangen, wenn er erst im kommenden Jahr als Landratskandidat aufgestellt wird. Aktuell hat sich allerdings noch keine Partei auf einen Herausforderer festgelegt. SPD-Kreisparteichef Werner Lager sagt: „Ich führe zurzeit noch Gespräche mit möglichen Herausforderern, weil eine große Volkspartei wie die SPD natürlich einen eigenen Kandidaten stellen möchte.“ Wer dem voraussichtlichen CDU-Kandidaten Lübbersmann Paroli bieten will, wird laut Lager bis spätestens Ende kommender Woche festgelegt. Gewählt werden kann, wer am Wahltag zwischen 23 und 67 Jahre alt ist, die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen Mitgliedstaates der EU besitzt. Für die Landratswahl im Landkreis Osnabrück müssen die Wahlvorschläge grundsätzlich von 340 wahlberechtigten Bürgern per Unterschrift unterstützt werden. Unterstützungsunterschriften sind nicht erforderlich für Wahlvorschläge von Parteien oder Wählergruppen, die im Kreistag oder im Landtag vertreten ist. Auch Amtsinhaber Lübbersmann ist von der Vorlage der Unterstützungsunterschriften befreit.

Die möglichen Kandidaten

Unsere Redaktion hat mögliche Kandidaten für die Landratswahl befragt:

Landrat Michael Lübbersmann will aktuell lediglich bestätigen, dass er für eine weitere Wahlperiode, die ausnahmsweise nicht acht Jahre, sondern sieben Jahre von 2019 bis 2026 währen würde, zur Verfügung steht. Auch das natürlich nur unter der Voraussetzung, dass seine Partei ihn bei diesem Vorhaben unterstützt, was als wahrscheinlich gilt. Seine Beweggründe dafür will er ausführlich erst in der zweiten Septemberhälfte gegenüber unserer Redaktion erläutern.

Horst Baier (SPD)

Ein aussichtsreicher SPD-Kandidat könnte Horst Baier sein. Der aktuelle Bersenbrücker Samtgemeindebürgermeister sagt: „Mit der Frage einer Kandidatur als Landrat habe ich mich bisher nicht beschäftigt.“ Sein Amt als Bersenbrücker Samtgemeindebürgermeister bereite ihm viel Spaß. Zudem wies er auf die vielen von ihm angestoßenen Projekte hin: „Das Gemeindewerk, eine Wohnungsbaugesellschaft, die Digitalisierung der Verwaltung und den Bau eines Naturschutzzentrums.“ Diese böten genug Herausforderungen und spannende Themen in Bersenbrück für die nächsten Jahre. Ausschließen wollte Baier eine Landratskandidatur jedoch nicht.

Frank Stiller (SPD)

Frank Stiller (SPD) trat bereits 2011 als SPD-Kandidat gegen Lübbersmann an. Der ehemalige Hasberger Bürgermeister antwortet auf die Frage, ob er als Kandidat zur Verfügung steht, ausweichend: „Seien Sie sicher, dass zur Landratswahl eine geeignete Kandidatin oder ein geeigneter Kandidat aufgestellt wird.“ Auch Stiller schließt eine eigene Kandidatur somit nicht aus.

Guido Halfter (parteilos)

Auch der parteilose Kandidat Guido Halfter, der bei der vergangenen Landratswahl von der FDP unterstützt wurde, unterlag 2011 gegen Lübbersmann. Der Bissendorfer Bürgermeister will dieses Mal aber nicht als parteiloser Kandidat gegen Lübbersmann antreten, da es „keine schönere und bürgernähere Herausforderung“ als das Amt eines Bürgermeisters geben könne.

Annette Niermann (Grüne)

Die Grünen-Kandidatin Annette Niermann lag in der Wählergunst bei der vergangenen Landratswahl hinter Lübbersmann (41,3 Prozent), Stiller (27,9 Prozent) und Halfter (15,1 Prozent) lediglich auf Rang vier (13,5 Prozent). Die Bad Iburger Bürgermeisterin schließt eine Kandidatur bei dieser Landratswahl jedoch aus und sagt: „Auch ein Bitten von Seiten des Kreisverbands der Grünen würde ich ablehnen.“

Rainer Kavermann (Grüne)

Da Niermann 2011 als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag als Landratskandidatin antrat, könnte der kommende Landratskandidat der Grünen theoretisch auch der aktuelle Grünen-Kreistagsfraktionschef Rainer Kavermann sein. Er sagt dazu: „Kein Kommentar. Darüber ist bei den Grünen noch nicht ein Wort verloren worden. Sicherlich wird das Thema in den kommenden Wochen im Kreisvorstand besprochen werden.“

Matthias Seestern-Pauly (FDP)

Der Vorsitzende der FDP im Kreis und der FDP-Kreistagsfraktionschef Matthias Seestern-Pauly schließt eine persönliche Kandidatur aus. Die FDP im Landkreis Osnabrück habe noch nicht beschlossen, ob sie mit einem anderen eigenen Landratskandidaten antreten wird.

Sebastian Gottlöber (UWG)

Sebastian Gottlöber (UWG) schloss als Fraktionschef der UWG im Kreistag eine Landratskandidatur aus, weil er sich in der aktuellen Lebensphase ein berufspolitisches Engagement nicht vorstellen könne.

Andreas Maurer (Linke)

Linken-Kreistagsfraktionschef Andreas Maurer, der vor sieben Jahren 2,3 Prozent der Stimmen bekam, schloss eine eigene Kandidatur aus, kündigte aber an, dass die Linke mit einem eigenen Landratskandidaten antreten werde.

Felix Elsemann (AfD)

Der AfD-Kreistagsfraktionschef Felix Elsemann ließ die Anfrage unserer Redaktion, ob er selbst oder ein anderer AfD-Landratskandidat antreten wird, unbeantwortet.


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