Vorschlag der CDU Platz vor der VHS Osnabrück soll schöner werden

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Der Platz der Städtefreundschaft vor dem VHS-Gebäude an der Bergstraße in Osnabrück soll umgestaltet und barrierefrei werden. Foto: Michael GründelDer Platz der Städtefreundschaft vor dem VHS-Gebäude an der Bergstraße in Osnabrück soll umgestaltet und barrierefrei werden. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die in die Jahre gekommene Grünfläche vor der Osnabrücker Volkshochschule soll zu einem vorzeigbaren Platz werden. Diesem Vorschlag der CDU stimmte der Stadtrat geschlossen zu. Der Osnabrücker Service-Betrieb (OSB), VHS und Bauamt sollen gemeinsam ein Konzept erarbeiten.

Wenn die Volkshochschule im kommenden Jahr 100 Jahre alt wird, soll der Platz vor dem Stüvehaus besser, schöner, einladender aussehen. "Die Grünanlage ist in keinem guten Zustand", sagte Burkhard Jasper (CDU) in der Ratssitzung. Dabei sei der Platz vor dem Stüvehaus im Ensemble mit dem Heger Tor und dem Nussbaum-Haus von herausragender Bedeutung für das Stadtbild, sagte Jasper. Außerdem machten es Treppen und grobes Pflaster Rollstuhlfahrern und Menschen, die einen Rollator benutzen, unnötig schwer, das Bildungshaus zu erreichen. 


Für Menschen mit Gehbehinderungen ist die VHS schlecht zu erreichen. Foto: Michael Gründel


CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde sprang ihm bei. Die Wegebeziehungen seien "völlig falsch", die Treppen Beete und Bepflanzungen in die Jahre gekommen. Welches Potenzial der Platz habe, zeige eine Examensarbeit, die an der Hochschule Osnabrück entstanden ist, so Brickwedde. Diese Konzeptstudie solle in die Planungen einbezogen werden. Der Fraktionschef geht davon aus, dass 75 Prozent der Kosten durch Zuschüsse gedeckt werden können. 


Falsche Wegebeziehungen?. Foto: Michael Gründel


Befürchtungen der Piratenpartei, die riesige Platane könnte der Neugestaltung zum Opfer fallen, entkräftete Brickwedde sofort: "Ich kann ihnen versprechen: Die Platane bleibt." Diana Häs (Grüne) und VHS-Aufsichtsratsmitglied Heiko Schaltermund (SPD) unterstützten den Antrag der CDU ausdrücklich.

Das Stüvehaus war ursprünglich ein Krankenhaus. Im Dezember 1864 nahm es den Betrieb auf. Das dreigeschossige Gebäude ist im Stil der Neo-Romanik gebaut, sichtbar am hervorgehobenen Mittelteil und den gekuppelten Rundbogenfenstern. Als repräsentativer öffentlicher Bau gehört es in die Tradition des damals herrschenden „hannoverschen Stils“. Über dem Eingang prangte der Spruch „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. Besonders fortschrittlich: Im Gebäude gab es hochmoderne Wasserklosetts, deren Gebrauch auch gehobenen Ständen erst erklärt werden musste. So etwas hatten die wenigsten in ihren privaten Häusern.


Denkmal von Johann Carl Bertram Stüve (1798 - 1872), Bürgermeister von Osnabrück. Er ließ das Haus bauen, das jetzt seinen Namen trägt. Foto: Michael Gründel


Bei einem schweren Luftangriff im September 1944 wurde das Haupthaus stark zerstört. Die Sanierung dauerte Jahre. Nachdem das Gebäude zwischenzeitlich für die Altstädter Schule genutzt worden war, zog 1964 die Volkshochschule ein. 1992 investierte die Stadt sieben Millionen Euro in die Erweiterung. 


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