Wildtierhilfe Osnabrück braucht neue Unterkunft Auf der Suche nach Vermietern mit einem Herz für Tiere

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Suchen für die Wildtierhilfe Osnabrück neues Zuhause: Melissa Tomanek (links) und Sandra Goedecker.  Fotos: Carolin HlawatschSuchen für die Wildtierhilfe Osnabrück neues Zuhause: Melissa Tomanek (links) und Sandra Goedecker. Fotos: Carolin Hlawatsch

Osnabrück. Es ist sicherlich kein einfaches Unterfangen: Die Wildtierhilfe Osnabrück ist auf der Suche nach einem neuen geeigneten Zuhause, indem die aufgenommenen und aufzupäppelnden Tiere mehr Platz finden.

Ein Umzug mit Hund Kenga, den Katzen Balou, Calimero und Mika, Wellensittichen und hilfsbedürftigen Wildtieren steht für Melissa Tomanek und Sandra Goedecker von der Wildtierhilfe an. „Wir möchten uns vergrößern und dennoch nicht auf das Land ziehen, sondern in der Stadt im Bereich Natruper Straße/Westerberg/Eversburg bleiben“, erklärt Melissa Tomanek. Grund für die Stadtnähe sei neben kürzeren Wegen zum Arbeitsplatz auch, dass die vertrauten Tierärzte dort schnell zu erreichen sind und dass viele Finder, die sich an die Wildtierhilfe Osnabrück wenden nicht mobil seien. „Oftmals kommen Leute zu Fuß oder mit Bus, einen Karton mit einem verletzten Vogel oder Igel unter dem Arm, zu uns an die Natruper Straße“, berichtet Wildtierhilfe-Leiterin Tomanek. 

Noch befindet sich die Wildtierhilfe Osnabrück im Obergeschoss eines Mehrparteienhauses. „Die zukünftige Unterkunft sollte bestenfalls im Erdgeschoss liegen und vielleicht einen kleinen Garten haben, indem eine Voliere für die Vögel aufgestellt werden kann. Mindestens 70 Quadratmeter an Raum mit drei Zimmern würde benötigt. „Wir können bis 850 Euro Warmmiete zahlen“, so Melissa Tomanek die betont, dass die Tierhaltung der Wildtierhilfe weder laut noch geruchsintensiv ist. „Unsere Nachbarn haben sich nie beschwert. Das einzige was man vielleicht mal hört ist ein Schnattern oder Vogelzwitschern“, sagt sie. 

Es begann mit einer Taube...

Seit 2015 kümmert sich die Wildtierhilfe Osnabrück um tierische Findelkinder oder kranke und verletzte Wildtiere. Je nach Art pflegt das ehrenamtliche Team die Wildtiere selbst, so lange bis sie wieder ausgewildert werden können oder vermittelt an entsprechende Auffangstationen und Pflegestellen, so zum Beispiel bei Eichhörnchen, Bilchen oder Rehkitzen. Alles begann mit einer verletzten Taube, die Melissa Tomanek in Osnabrück fand. Um dem Vogel helfen zu können nahm sie Kontakt zu verschiedenen „Päpplern“ in ganz Deutschland auf. Die Kontakte hielten, es entspann sich ein Netzwerk und Melissa nahm an Fortbildungen und Seminaren rund um das Thema Wildtierhilfe teil, unter anderem bei der Bergischen Greifvogelhilfe. Heute besucht sie zusammen mit ihrem Team auch Schulen und Kindergärten um dort über Themen wie „Igelhilfe im Winter“ aufzuklären. Melissa Tomanek wuchs in Osnabrück in einer tierlieben Familie auf, war bereits als Kind stets von Hund und Katze umgeben. „Mein Interesse an Wildtieren weckte wohl mein Opa Karl-Heinz Tomanek, der als Tierfotograf für die Neue Osnabrücker Zeitung tätig war“. 

Derzeit kümmert sich die Wildtierhilfe vor allem um kranke Wasservögel, die in zahlreichen Teichen und Seen in und um Osnabrück an dem, womöglich durch Hitze entstandenen Blaualgenwachstum leiden. Im Herbst wird sich der Fokus dann voraussichtlich wieder auf Igel verschieben.

Bei dem anstehenden Umzug, der nach Möglichkeit Anfang 2019 statt finden soll, muss zuerst das Tierzimmer eingerichtet werden, damit die Tiere nach dem Transport dort ihre Ruhe haben. „Bei uns gehen die Tiere vor. Erst wenn die alles heile überstanden haben, können wir uns neu sortieren“, meint Melissa Tomanek und schmunzelt. Kontaktaufnahme via E-Mail: wildtierhilfeosna@gmail.com.


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