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29.08.2018, 15:20 Uhr JOHANNISSTRAßE

Osnabrücker Politik ist spät aufgewacht

Kommentar von Sandra Dorn

Manch ein Kaufmann oder Gastronom wird die Bauphase vielleicht nicht verkraften. Foto: Archiv/Michael GründelManch ein Kaufmann oder Gastronom wird die Bauphase vielleicht nicht verkraften. Foto: Archiv/Michael Gründel

Osnabrück. Jetzt sind sie aufgewacht. Plötzlich interessieren sich die Osnabrücker Ratsleute für die Anliegen der Kaufleute aus der Johannisstraße – reichlich spät.

Die Resonanz auf die wiederholten Beschwerden der Geschäftsinhaber seit drei Jahren war bislang mehr als verhalten. Ironischerweise braucht es erst das Reizthema Verkehr, damit ihren Anliegen nun etwas mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. 

Ob die Johannisstraße nun künftig mit oder ohne Busse funktionieren soll, ist für die Kaufleute momentan die geringste Sorge. Schon vor der Baustelle war die heruntergekommene Einkaufsmeile vom Rest der Innenstadt abgehängt, durch die Baustelle haben die meisten Läden herbe Umsatzeinbußen zu beklagen.

Was auch immer die Stadt tun kann, um die Kaufleute unterstützen, – etwa zügigere Baustellenabwicklung und verstärkte Kontrollen durch den Ordnungsdienst –, sollte sie schleunigst tun. Für den einen oder anderen könnte das späte Interesse bereits zu spät kommen.


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