Tischfußballspiel Klask Osnabrücker Studentenpaar will in Manchester Weltmeister werden

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Jaro Koch und Diana Festor belegten im Juli bei der Klask-DM in Berlin die Plätze eins und zwei. Nun starten sie bei der WM. Foto: Alexander KoppinJaro Koch und Diana Festor belegten im Juli bei der Klask-DM in Berlin die Plätze eins und zwei. Nun starten sie bei der WM. Foto: Alexander Koppin

Osnabrück. Wie praktisch: Diana Festor und Jaro Koch sind ein Paar und können quasi am eigenen Küchentisch trainieren. Was? Klask! Das ist eine moderne Form des Tischfußballs. Am kommenden Wochenende wollen die beiden Osnabrücker Studierenden in diesem Geschicklichkeitsspiel Weltmeister werden.

Mit einem Video hat die Leidenschaft angefangen. Es tauchte vor gut einem Jahr in Jaro Kochs Facebook-Feed auf und zeigte, wie man Klask spielt. Eine Mischung aus Tischfußball und Airhockey. Entwickelt vom dänischen Tischler Mikkel Bertelsen. Zwei Spieler sitzen sich gegenüber und bewegen jeweils mit einem Führmagneten unter der Spielfläche ihre Figur auf der Spielfläche. Punkte erzielt, wer die Kugel in die gegnerische Mulde bugsiert. Oder wer durch das Missgeschick des Kontrahenten profitiert, wenn sich dieser mit seiner Figur zwei der drei kleinen Magneten auf dem Feld einfängt. Ein raffinierter Kniff. Koch jedenfalls war so neugierig geworden, dass er sich Klask zum 22. Geburtstag wünschte. Seine Eltern erfüllten ihm diesen Wunsch. Das ist noch nicht einmal ein Jahr her. Seit Juli ist er Deutscher Klask-Meister.

Ein gemeinsames Hobby

Im DM-Finale in Berlin traf er auf seine Freundin Diana Festor. Beide sind seit etwa dreieinhalb Jahren ein Paar. Sie hatten zunächst in Göttingen Psychologie studiert, seit Herbst 2017 wohnen sie in Osnabrück zusammen. Der aus Hamburg stammende Koch ist nun für Wirtschaftsinformatik eingeschrieben, die ebenfalls 22-jährige Festor aus dem hessischen Kleinenglis sattelt auf ihren Bachelor nun noch den Master. Klask gehört mittlerweile fest zum Freizeitprogramm. "Es ist ein gemeinsames Hobby geworden", sagt Festor. Ein Hobby, in dem beide meisterhafte Qualitäten entwickelt haben.

Diana Festor mit dem Klask-Spiel, das sie als Preis für die Deutsche Vizemeisterschaft erhalten hat. Foto: Karsten Grosser

Bei einem Turnier in Hamburg hatten sie sich für die Deutsche Titelkämpfe qualifiziert, in Berlin behielt Jaro Koch im Endspiel mit 3:1 Sätzen die Oberhand. Gemeinsam vertreten sie am Wochenende 1./2. September nun den Verband Klask Deutschland bei der Weltmeisterschaft im englischen Manchester. Ausgetragen wird sowohl ein Einzelwettbewerb als auch der World Cup als Event für Zweierteams. Ausrichter ist die World Klask Federation. Dieser Zusammenschluss mehrerer nationaler Verbände möchte das Geschicklichkeitsspiel als Sport etablieren.

Beim Tischfußballspiel Klask geht es darum, die Kugel in die gegnerische Mulde zu schießen oder den Gegner zwei der drei kleinen Magnete einfangen zu lassen. Foto: Karsten Grosser

Konkurrenz aus Frankreich, Polen, Großbritannien und den USA

Alexander Koppin von Klask Deutschland ist gespannt, wie sich die beiden Osnabrücker bei der WM schlagen werden. "Es wird nicht leicht", mutmaßt er und sieht vor allem Konkurrenz in den Spielern aus Frankreich, Polen, Großbritannien und den USA; letztere stellen mit Kevin Reder den amtierenden Weltmeister. "Ich habe schon überragende Spieler gesehen", sagt Koppin. Koch und Festor hätten bei ihren Turnierauftritten bislang jedoch immer echte Nervenstärke beweisen können. Wichtig, denn neben spielerischer Stärke käme es auch auf Coolness an.

 

"Ich versuche so zu spielen, dass sich die Gegner nicht darauf einstellen können", erklärt Koch sein Erfolgsrezept. Eine gute Taktik gehöre zum Spiel. "Wenn ich mich nur auf die Geschicklichkeit verlassen würde, könnte ich nicht gewinnen." Vor diesem Hintergrund nehmen die kleinen Magnete eine wichtige Rolle ein. Wer sie auf die andere Seite bugsiert, könne den Gegner unter Druck setzen, sagt Festor. Und damit auch zu Fehlern zwingen. Ob es klappt? Am Samstag und Sonntag können es die beiden 22-Jährigen zeigen.

Zwei WM-Teilnahmen innerhalb einer Woche

Nur eine Woche später folgt für Jaro Koch sogar noch die Teilnahme an einer weiteren Weltmeisterschaft. Marektoy, der finnische Lizenzgeber des Spiels, veranstaltet in Helsinki ebenfalls eine WM. 16 Nationen entsenden jeweils ihren besten Spieler. Während in Manchester die Teilnehmer auf eigene Kosten anreisen, zahlt für diese Titelkämpfe der Gastgeber die Spesen. Jaro Koch stellt sich auf der offiziellen Klask-Facebookseite so vor:

Und wer ist eigentlich der oder die bessere von den beiden Osnabrückern? "Das ist von der Tagesform abhängig", sagt Festor. In der Summe würde Jaro aber häufiger gewinnen.





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