Rat vertagt Entscheidung Gelbe Tonne statt gelbem Sack in Osnabrück?

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Alle zwei Wochen werden die gelben Säcke in Osnabrück abgeholt. Regelmäßig platzen sie auf und der Müll verteilt sich auf den Gehwegen. Foto: Archiv/Gert WestdörpAlle zwei Wochen werden die gelben Säcke in Osnabrück abgeholt. Regelmäßig platzen sie auf und der Müll verteilt sich auf den Gehwegen. Foto: Archiv/Gert Westdörp

Osnabrück. Bislang entsorgen die Osnabrücker ihren Plastikmüll in gelben Säcken. Der FDP-Fraktion sind die zu flatterhaft. Deshalb haben die Liberalen jetzt einen erneuten Vorstoß unternommen, die Säcke gegen stabile Tonnen auszutauschen. Die übrigen Fraktionen waren aber dafür, das Thema zu vertagen, da die Kosten noch unklar sind.

Im September soll sich der Betriebsausschuss des Osnabrücker Service-Betriebes (OSB) damit auseinandersetzen. 

„Wir wollen mit der Gelben Tonne einer Vermüllung unserer Stadt entgegenwirken“, sagte FDP-Ratsmitglied Oliver Hasskamp. Nicht jeder Bürger sei bereit, den Gehweg vor seinem Hause von regelmäßig zerfledderten Säcken und dadurch herumfliegendem Müll zu reinigen. Tausende gelbe Plastiksäcke alle zwei Wochen seien außerdem  „ökologischer Wahnsinn“.  

(Weiterlesen: Was passiert mit dem Müll aus dem gelben Sack?)

Volker Bajus, Fraktionschef der Grünen, und Thomas Niemann (CDU) forderten aber, zunächst die Kosten und das übrige Prozedere für die Bürger zu ermitteln. „Wir werden hier keinen Schnellschuss für die Gelbe Tonne machen“, sagte auch Heiko Panzer (SPD). (Der Liveticker zum Nachlesen)

2011 bis 2017 erprobte die Stadt die Gelbe Tonne bereits in Eversburg. Die Bürger fanden das gut, die Stadt wegen der Rahmenbedingungen durch das derzeit gültige Bundesgesetz jedoch zu teuer. Deshalb wurden die Tonnen dort wieder abgeschafft – vorerst.


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