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Boxen in Gartlage aufgestellt Stadt Osnabrück vergibt vor offiziellem Termin Plätze für Fahrradboxen

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Fahrradbox an der Ecke Liebigstraße/Bohmter Straße im Osnabrücker Stadtteil Gartlage. Foto: Hendrik SteinkuhlFahrradbox an der Ecke Liebigstraße/Bohmter Straße im Osnabrücker Stadtteil Gartlage. Foto: Hendrik Steinkuhl

Osnabrück. Im Stadtteil Gartlage stehen die ersten sechs von insgesamt 18 Fahrradboxen, die Schutz vor Wetter und Diebstahl versprechen. Doch obwohl die Stadt erst in dieser Woche Anfragen entgegennehmen wollte, gab es für eine der Boxen schon in der letzten Woche keine Plätze mehr. Bei den anderen sieht es besser aus.

Ab Montag, dem 25. August, wollte die Stadt Osnabrück offiziell Anfragen zu den Fahrradboxen in der Gartlage entgegennehmen. Gemeint war wohl eher der 27. August, schließlich war der 25. ein Samstag.

Doch wer am vergangenen Freitag beim städtischen Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement anrief und nach einem Stellplatz in der Krelingstraße fragte, bekam folgendes zu hören: „Die Plätze sind bereits alle belegt, ich könnte Sie höchstens noch auf eine Warteliste schreiben.“ Wer sich also an das von der Stadt vorgegebene Datum hielt, guckte in die Röhre.

„Bürgerinnen und Bürger, die sich aufgrund des Presseartikels an die Stadt gewandt haben und Interesse an einem Stellplatz geäußert haben, sind in eine Warteliste aufgenommen worden“, erklärt die Stadt dazu. Im Telefonat mit der zuständigen Mitarbeiterin des Immobilien- und Gebäudemanagements hatte diese allerdings deutlich gemacht, dass bei der Vergabe der Plätze das Windhundprinzip gilt. Also: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Auf der Warteliste lande man, wenn schon alle Plätze vergeben seien.

Interesse sehr unterschiedlich

Laut Stadt ist das Interesse für die sechs bereits aufgestellten Fahrradboxen sehr unterschiedlich. „Für die fünf Stellplätze in der Radbox in der Krelingstraße interessieren sich zehn Anwohner, für die anderen Radboxen-Standorte sind es je ein bis zwei.“ Einsatzbereit sind die Boxen noch nicht. „Zurzeit fehlen den Boxen noch die (Teil-)Seitenwände mit dem Branding und die Software muss abschließend getestet werden. Beide Arbeiten sollen in dieser Woche erfolgen.“ Sobald die Radboxen betriebsbereit sind, würden die Interessenten per Mail informiert und gebeten werden, den Vertrag zu unterschreiben.

Bis Ende 2023 sind die Boxen kostenlos. Gefördert wird die Maßnahme als Teil des Förderprojekts „Radverkehr stärken im Gebiet Gartlage Süd“ vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz für den Radverkehr“. Rund 5000 Euro kostet eine Box des niederländischen Herstellers Fietsenhanger, 90 Prozent der Anschaffungskosten werden gefördert.


Die ersten sechs Aufstellorte

Die ersten sechs Radboxen stellt die Stadt an folgenden Orten auf:

    Ecke Liebig- und Sandbachstraße

    Ecke Liebig- und Klosterstraße

    Ecke Alte Post- und Luisenstraße (für SKM)

    Ecke Liebig- und Bohmter Straße

    Ecke Bohmter- und Baumstraße

    Ecke Liebig- und Krelingstraße

Fragen und Antworten zu den Radboxen finden Sie auf www.osnabrueck.de/radboxen. Dort finden Sie auch den Nutzungsvertrag.

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