Ab Donnerstag neu im Kino "Safari - Match Me If You Can"

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Schöne, neue Welt. So wie bei Aurelie und Harry (Sunnyi Melles und Justus von Dohnányi) sehen also Liebe und Sex in Zeiten von Tinder, Facebook und anderen sozialen Netzwerken aus. "Safari - Match Me If You Can". Ab Donnerstag neu im Kino. Cinema Arthouse, CineStar, Filmpassage.Schöne, neue Welt. So wie bei Aurelie und Harry (Sunnyi Melles und Justus von Dohnányi) sehen also Liebe und Sex in Zeiten von Tinder, Facebook und anderen sozialen Netzwerken aus. "Safari - Match Me If You Can". Ab Donnerstag neu im Kino. Cinema Arthouse, CineStar, Filmpassage.

Osnabrück. Die episodisch verwobene Komödie „Safari – Match Me If You Can“ verschenkt ihr gesellschaftssatirisches Potenzial zum Thema Liebe und Sex in Zeiten sozialer Netzwerke in voller Länge. Todlangweilig!

Dank einer Dating-App namens „Safari“ liegt Harry (Justus von Dohnányi) mal wieder mit einer viel jüngeren Dame im Bett. Die Social-Media-Influencerin Lara (Elisa Schlott) hält ihn nicht nur für einen Piloten, sondern träumt sogar schon von einer gemeinsamen Zukunft in Kanada. Derweil therapiert Harrys Frau Aurelie (Sunnyi Melles) einen sexuell völlig frustrierten jungen Mann (Max Mauff), der schon bald das Karriereende für das Online-Sternchen einleiten soll. Noch ahnen die vier nichts von den zusätzlichen Verwicklungen, die sich anbahnen, als die Mittdreißigerin Fanny (Friederike Kempter) via „Safari“ dank ihres verzweifelten Kinderwunsches an den Aufreißer Arif (Patrick Abozen) gerät, bevor sie sich bei „Safari“ mit Harry den endgültigen perfekten Treffer gönnt...

Natürlich. In der episodisch verschachtelten Komödie „Safari – Match Me If You Can“ versucht sich Regisseur und Autor Rudi Gaul (gemeinsam mit Koautorin Friederike Klingholz) an einer Geschichte über Liebe und Sex in Zeiten von Tinder, Facebook und ähnlichen Plattformen. Warum auch nicht? Das Thema bietet immerhin genügend Stoff für eine scharfzüngige Gesellschaftssatire unserer schönen, neuen Beziehungswelt. Leider wird das vielseitige Potenzial hinter diesem Stoff zugunsten einer durch und durch oberflächlichen Beziehungskomödie geopfert, in der letztendlich selbstverständlich jeder Topf seinen Deckel findet.

Das ist nicht nur unbefriedigend, sondern regelrecht ärgerlich angesichts der Tatsache, dass ausgerechnet Arthur Schnitzlers Meisterstück „Der Reigen“ Pate für diesen todlangweiligen Film gestanden haben soll. Was für eine lächerliche und verlogene Anmaßung! Wo Schnitzlers einst skandalisiertes Stück gegen scheinheilige Doppelmoral triumphiert, wird diese in „Safari“ ganz im Gegenteil mit biederer Betulichkeit bedient.

Safari – Match Me If You Can. D 2018. R.: Rudi Gaul. D.: Justus von Dohnányi, Sunnyi Melles, Sebastian Bezzel, Elisa Schlott. Laufzeit: 109 Minuten. FSK: ab 12. Cinema Arthouse, CineStar, Filmpassage.


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