Tatort: Tankstelle Amtsgericht Osnabrück verurteilt Seriendieb

Von Greta Lenzing

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Das Amtsgericht Osnabrück hat einen 27-jährigen Seriendieb zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Foto: Michael GründelDas Amtsgericht Osnabrück hat einen 27-jährigen Seriendieb zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Das Amtsgericht Osnabrück hat am Montag einen jungen Seriendieb zu zwei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Er hatte unter anderem an diversen Osnabrücker Tankstellen Münzautomaten aufgebrochen.

Verhandelt wurden 13 Taten, darunter vor allem gewerbsmäßiger Diebstahl und Sachbeschädigung, im Zeitraum von Mai 2017 bis März 2018. Alle Taten fanden in Osnabrück statt.

In zehn Fällen hatte der Mann die Münzautomaten für Staubsauger und Waschanlagen an diversen Tankstellen aufgebrochen und Beträge im unteren zweistelligen Bereich erbeutet. Dabei entstanden unter anderem durch die Anwendung einer Schneeschaufel zum Aufhebeln eines Automaten hohe Sachschäden für die Tankstellenbesitzer.

In drei Fällen hatte der junge Mann versucht, Alkohol aus Supermärkten zu entwenden.

Der Angeklagte legte ein vollumfängliches Geständnis ab. An viele der Taten konnte er sich kaum erinnern und wusste erst nach Verlesung der Polizeiberichte, was passiert sein soll. Alle aus Läden gestohlenen Waren konnten, bis auf eine Flasche, die vor Ort zu Bruch ging, dem Eigentümer zurückgegeben werden.

Heroin- und Alkoholabhängigkeit

Einigkeit bestand darin, dass der Mann bei den Taten vollständig schuldfähig war. Zum betreffenden Zeitpunkt war der Mann abhängig von Heroin und Alkohol. Im Anschluss an zwei Taten hatte die Polizei bei einer freiwilligen Atemalkoholkontrolle Werte zwischen 1,8 und 2,8 Promille festgestellt.

Naben der verminderten Schuldfähigkeit sprach laut Gericht für den Angeklagten, dass das Ausmaß der Beute immer gering war und die Waren zurückgeführt werden konnten. Zu seinen Lasten fiel allerdings aus, dass ein finanzieller Ausgleich der entstandenen Schäden angesichts der Lebensumstände des 27-Jährigen unwahrscheinlich ist.

Freiheitsstrafe

Die Verteidigung hielt eine Strafe von 20 Monaten für angemessen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine zweijährige Freiheitsstrafe. Das Gericht schloss sich dieser Forderung an und verzichtete auf eine Aussetzung zur Bewährung, da der Angeklagte bereits in der Vergangenheit mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilt wurde und danach erneut straffällig geworden ist. Der 27-Jährige zeigte sich gewillt, in Kürze eine Therapie zu beginnen.

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