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Grundschule Atter schlägt Alarm Schulbusse in Osnabrück: zu voll, zu spät, zu gefährlich

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Dichtes Gedränge: Die Schülerbeförderung mit Bussen in Osnabrück bringt Lehrer, Eltern und Kinder der Grundschule Atter zur Verzweiflung. Foto: NOZ-Archiv/David EbenerDichtes Gedränge: Die Schülerbeförderung mit Bussen in Osnabrück bringt Lehrer, Eltern und Kinder der Grundschule Atter zur Verzweiflung. Foto: NOZ-Archiv/David Ebener

Osnabrück. Genervte Lehrer, panische Kinder, besorgte Eltern: Chronisch überfüllte und verspätete Busse sorgen für Chaos und Gefahr an der Grundschule Atter. Rektorin Maike Breski spricht von einer "unerträglichen Situation". Die Stadtwerke Osnabrück kündigen rasche Verbesserungen an.

132 Jungen und Mädchen besuchen die Grundschule Atter. Viele davon kommen mit dem Bus. Im Moment läuft der öffentliche Schülertransport in dem Osnabrücker Stadtteil aber alles andere als rund – im Gegenteil.

"Die Situation ist unerträglich", sagt Schulleiterin Maike Breski. Noch nie in diesem Schuljahr habe der Unterricht pünktlich beginnen können, weil sogenannte Bus-Kinder fehlten. Auch der Schulweg selbst sei eine Zumutung. Mehr noch: "Busfahren ist zu einer Gefahr für unsere Kinder geworden."

Erstklässler stürzt im Gedränge

Am Montag sei ein Erstklässler durch das Gedränge im Bus gestürzt. Erwachsene hätten ihm aufgeholfen. Breski: "Das Kind hatte massive Panik." Die Mutter habe der Rektorin zu verstehen gegeben, es künftig lieber mit dem Auto zu bringen – "weil man immer ein ungutes Gefühl hat, ob die Kinder mit dem Bus sicher ankommen". Für die Schulleiterin eine bedenkliche Entwicklung. "Diese Elterntaxis wollten wir ja eigentlich verhindern."

Maike Breski, Leiterin der Grundschule Atter in Osnabrück, fordert dringend Verbesserungen beim Schulbustransport. Foto: David Ebener

Konkret ergebe sich folgendes Bild: Aus Richtung Atterfeld schicken die Osnabrücker Stadtwerke stets zu kleine Busse, sodass nicht alle Kinder einen Platz finden. "Der Busfahrer lässt sie dann an der Bushaltestelle stehen." Aus Richtung Strothesiedlung kommt der Bus laut Breski baustellenbedingt jeden Morgen zu spät, meist erst um 8.05 Uhr. "Unsere pflichtbewussten Schüler rennen dann mit schwerem Ranzen auf dem Rücken gestresst zur Schule, einige sogar ohne zu schauen über den Bramkamp und die Leyer Straße – nur um möglichst pünktlich zu kommen. Sie gefährden sich erheblich!" 


"Es muss unmittelbar Abhilfe geschaffen werden."Schulleiterin Maike Breski


Nur mit viel Glück sei bislang noch nichts Schlimmes passiert, stellt die Rektorin fest. Und fordert: "Es muss unmittelbar Abhilfe geschaffen werden." 

Verbesserungen bereits ab Dienstag

Auf Anfrage unserer Redaktion räumten die Stadtwerke am Montag "bekannte" Probleme bei der Schülerbeförderung an der Grundschule Atter ein. "Wir bedauern die Situation sehr und arbeiten bereits an einer Verbesserung", sagte Sprecher Marco Hörmeyer. 

Ab Dienstag wolle der Verkehrsbetrieb aus Richtung Atterfeld einen zusätzlichen Solowagen als Verstärkung einsetzen, um den Kapazitätsmangel zu beheben. Was den Busverkehr aus Richtung Strothesiedlung betrifft, sollen Änderungen in den betrieblichen Umläufen zu einer "verbesserten zeitlichen Lösung" führen. Hörmeyer: "Wir hoffen, dies ebenfalls bereits kurzfristig ab Dienstag umsetzen zu können." 


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