Labor Europa bei der Kulturnacht Labor „Kunst“ in Osnabrück befasste sich mit Verletzlichkeit von Menschen

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Bei der Performance „Liebe schmerzt wunderbar“ führt der Weg zum geliebten Menschen über Scherben. Auf den Glasscherben lagen Gedichtzitate über verlorene Liebe. Foto: Swaantje HehmannBei der Performance „Liebe schmerzt wunderbar“ führt der Weg zum geliebten Menschen über Scherben. Auf den Glasscherben lagen Gedichtzitate über verlorene Liebe. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Was ist schon sicher im Leben? Jedenfalls nicht die Liebe und schon gar keine Regenschirme. Das zeigten die Ergebnisse des Labors „Visual Art“ beim Projekt „Labor Europa“ in Osnabrück.

Mitten im Raum sitzt ein junger Mann auf einem Hocker. Ihm nahe zu kommen ist unmöglich - zumindest nicht, ohne verletzt zu werden. Denn unter seinen Füßen und um ihn herum liegen lauter Scherben.

Der Mann heißt Roman Goyajev. Er war Teilnehmer das Labors „Visual Art“ und präsentierte bei der Kulturnacht seine Performance „Liebe schmerzt wunderbar“ im Kunstraum „hase29“. Anstoß zu der Performance gab ein Zitat der Dichterin Rabi’a Balkhi. „Wenn du bis zum Ende lieben willst, musst du Gift essen, es aber Honig nennen“, hatte die persische Dichterin aus dem zehnten Jahrhundert gesagt. Liebe kann eben so schmerzhaft wie ein Weg über Scherben sein.

Die Performance war ein Spiel mit dem Labor-Thema „Safety First“, das auch alle anderen Teilnehmer auf ihre Art und Weise aufgegriffen hatte. So zeigte Natalie Merlo Olmedo ein Video, in dem sie Menschen unter durchlöcherten Schirmen mit Wasser übergoß. „Unsafe“ hatte sie die Performance genannt, die für die Verletzlichkeit von Menschen steht. Und Markus Karpouzis forderte mit seinem Porträt einer Transgender-Person mit blauem Auge und anderen Verletzungen mehr Toleranz.


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