Veranstaltung ausverkauft Lieder zum Mitsingen für Senioren in der Osnabrück-Halle

Von Andreas Wenk

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Hier spielt die Musik! Ein schwungvolles Unterhaltungsprogramm bei Kaffee und Kuchen bot die Auftaktveranstaltung der 45. Osnabrücker Seniorenwochen am Sonntagnachmittag in der Stadthalle.Foto: André HavergoHier spielt die Musik! Ein schwungvolles Unterhaltungsprogramm bei Kaffee und Kuchen bot die Auftaktveranstaltung der 45. Osnabrücker Seniorenwochen am Sonntagnachmittag in der Stadthalle.Foto: André Havergo

Osnabrück. Wie müssen sich Stadtteile der wachsenden Gruppe über 60-Jähriger anpassen? Und warum profitieren alle Generationen von altersgerechten Quartieren? Um diese Fragen ging es zum Start der 45. Osnabrücker Seniorenwochen.

Grudrun Kemming vom Nachbarschaftsverein Dodesheide hätte am liebsten mitgetanzt, so gut hat ihr die Auftaktveranstaltung in der Osnabrück-Halle am Sonntagnachmittag gefallen. Vor allem das Lied „Kennst du die Perle, die Perle Tirols?“ hatte es ihr angetan, zumal sie 20 Jahre in München gelebt hatte.

Ähnlich ging es Ingeborg Rechtien mit den Wallenhorster Landfrauen, die Volkstänze vorgeführt hatte. Sie selbst hatte 30 Jahre in Haste in einer solchen Gruppe mitgewirkt. Sie war insgesamt sehr angetan von dem umfangreichen Programm.

Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Burkhard Jasper. Absoluter Star des Nachmittags war aber offenbar Martin Gehrmann mit seinem Akkordeon. Wie Maria Hölzel fühlten sich offenbar viele an ihre Jugend erinnert: „Das waren alles Lieder, die wir kannten und mitsingen konnten.“ Entsprechend wurde bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen gesungen und geschunkelt. Ein Zeichen, dass Seniorenbüro und Seniorenbeirat der Stadt den Geschmack der rund 150 Rentnerinnen und Rentner getroffen hatten. Finanziell unterstützt von der Sparkassenstiftung und tatkräftig durch den Kooperationspartner Wüsteninitiative, hatten sie zweieinhalb Stunden Unterhaltung auf die Beine gestellt.

„Sehr gut“ lautete auch das Fazit von Helga Meier und Marie Kienker. Nur mit dem Saz-Ensemble des Alevitischen Vereins zusammen mit der Musik- und Kunstschule Osnabrück konnten sie nicht so viel anfangen, weil sie die türkischen Texte nicht verstanden haben.

Dennoch zeigten sich Anette Herlizius vom Seniorenbüro und Paul Meimberg anschließend sehr zufrieden und freuten sich, dass die Damen und Herren so guter Stimmung waren. Wie in den Vorjahren war die Veranstaltung bereits schnell ausverkauft. Die Zielgruppe der fortgeschrittenen Senioren ist offenbar eine treue Fangemeinde. Bereits ab Mai, so Memberg, „bekommen wir Anfragen, wann das Programm und die Karten rauskommen“.

Kurz vor dem Finale bot Horst Allrutz noch eine Erinnerungstour durch den Nachlass und die zeitlosen Wortwitzeleien des legendären Komikers Heinz Erhardt. Ganz in dessen Stil erwiderte Allrutz nach der Veranstaltung auf die Frage, wie das Publikum darauf reagiert habe: „Ziemlich sehr gut.“

Unter den Gästen befanden sich neben Einzelpersonen aus Osnabrück auch Heimbewohner und Delegationen befreundeter Seniorenbeiräte aus dem Landkreis, aus Greifswald und aus Münster. Die Platten nahezu leer gefegt, machte sich das Publikum schließlich auf den Heimweg, der eine oder andere Rollator war zuvor im Saal kaum aufgefallen.

Die Seniorenwochen dauern noch bis Ende September. Sie bieten insgesamt 53 Angebote, neben Ausfahrten, Sport und Bewegung ist die Digitalisierung ein Schwerpunktthema. Dabei gilt es, Handy, Tablet-Computer oder Bankgeschäfte über das Internet leicht verständlich zu machen.


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