Evangelisch-reformierte Kirche Steffen Tuschling wird Hochschulpfarrer in Potsdam

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Packen ist angesagt: Pfarrer Steffen Tuschling von der evangelisch-reformierten Gemeinde verlässt Osnabrück, weil er nach Potsdam wechselt. Foto: Stefan BUchholzPacken ist angesagt: Pfarrer Steffen Tuschling von der evangelisch-reformierten Gemeinde verlässt Osnabrück, weil er nach Potsdam wechselt. Foto: Stefan BUchholz

Osnabrück. Pastor Steffen Tuschling verlässt Osnabrück. Das neue Amt: Hochschulpfarrer der Evangelischen Studentengemeinde Potsdam.

Was ihn dort genau erwartet, weiß der in diesen Tagen 50 Jahre alte werdende Theologe der evangelisch-reformierten Kirche noch nicht. Die Stelle vor den Toren Berlins war ein Jahr lang unbesetzt. „Ich möchte mit jungen Menschen ins Gespräch kommen. Über den Glauben zu sprechen ist nicht mehr so en vogue, obwohl ja viele ein Bedürfnis nach Sinn und auch Gott haben“, meinte Tuschling.

Projekt Friedenskirche aufgebaut

Bauen kann der Kirchenmann auf den Erfahrungen, die er 15 Jahre lang in Osnabrück sammeln konnte. So hat er das „Projekt Friedenskirche“ auf den Weg gebracht. Dort sollen sich hauptsächlich junge Menschen etwa durch Bildungsangebote und Veranstaltungen persönlich, spirituell und kulturell entfalten können. Dabei kooperierte man eng mit der Freien Evangelischen Gemeinde, die Tom Herter theologisch betreut.

In seiner Zeit als Seelsorger war Steffen Tuschling zudem in die Zusammenlegung der evangelisch-reformierten Gemeinde (aktuell im Amtsbezirk: 5300 Gläubige) eingebunden. Übrig blieb als Gotteshaus nur die Bergkirche.

Kenner orthodoxer Kirchen

Wegen Tuschlings Ost-Europaerfahrungen, die er nach dem Studium in der Nach-Wendezeit etwa in Rumänien sammeln konnte, machte seine Landeskirche zum Orthodoxie-Beauftragten. In Osnabrück unterstützte er die verschiedenen Gemeinden orthodoxer Christen, die sich durch den Zuzug von Flüchtlingen hier etablieren. Die ehemals reformierte Erlöserkirche nutzen nun arabische und palästinensische orthodoxe Christen. Geholfen hat beispielsweise im Fall der Wiho-Kirche, wo die orthodoxe georgische Gemeinde nun feiern kann, die Katholische Kirche, wie Tuschling hervorhob.

Den Gottesdienst zu seiner Verabschiedung gestaltet Tuschling selbst. „Ich nehme das Thema meiner ersten Predigt in Osnabrück auf: Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut ihr im Namen Jesus.“

Verabschiedet wird Tuschling offiziell durch Ilse Landwehr-Wegner, Präses des Synodalverbands Emsland-Osnabrück. Zudem engagiert sich noch die Gemeinde bei der Verabschiedung.

Der Gottesdienst beginnt am Sonntag, 26. August 2018, um 15 Uhr in der Bergstraße 16, 49076 Osnabrück.


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