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24.08.2018, 06:25 Uhr AKTIONSTAG "PLATZ NEHMEN"

Erinnern an die eigene Jugend hilft

Kommentar von Sandra Dorn

Spielplätze dienen vielen Jugendlichen auch als Treffpunkte. Foto: Gert WestdörpSpielplätze dienen vielen Jugendlichen auch als Treffpunkte. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Dass Jugendliche sich in Parks und auf öffentlichen Plätzen treffen: Das war immer schon so. Dass sich Ältere darüber beschweren, wenn es dabei mal ein bisschen lauter zugeht: Das war auch immer schon so.

Braucht man extra einen Aktionstag, um für mehr Toleranz für diese Jugendlichen zu werben? Das sollte eigentlich nicht so sein. Jeder Erwachsene sollte sich einfach öfter an seine eigene Jugend erinnern – und im Zweifelsfall nicht das Ordnungsamt oder die Polizei rufen, sondern das Gespräch mit den Jugendlichen suchen, wenn sie mal etwas über die Stränge schlagen.

Dass die Stadt Osnabrück sich jetzt an dem Aktionstag „Platz nehmen“ beteiligt, ist eine Einladung an beide Seiten. Viele Ältere verstehen nicht mehr, wie die heutige Smartphone-Jugend tickt, dabei sind gewisse Verhaltensweisen dieselben, die einige von ihnen seinerzeit selbst gezeigt haben: Angeben, Grenzen austesten, rebellieren – das war auch bei der Generation der 68er schon so.


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