Zukunft bilden Bohnenkamp-Auszubildende fühlen sich gut aufgehoben

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Simon Büscher und Niklas Meinen sind Azubis bei der Firma Bohnenkamp. Foto: Michael GründelSimon Büscher und Niklas Meinen sind Azubis bei der Firma Bohnenkamp. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Obwohl Simon Büscher und Niklas Meinen ihre Ausbildung bei der Bohnenkamp AG in ganz unterschiedlichen Berufen absolvieren, haben sie eins gemeinsam: den Gabelstaplerführerschein.

Pro Tag bewegt die Bohnenkamp AG 280 Tonnen Waren und verschickt rund 1.400 Sendungen. Zwei, die daran ihren Anteil haben, sind die beiden Auszubildenden Simon Büscher und Niklas Meinen. Beide sind im dritten Lehrjahr. Während Büscher eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel macht, wird Meinen Fachkraft für Lagerlogistik bei der Bohnenkamp AG. 

Was die Bohnenkamp AG macht

 Die Bohnenkamp-Gruppe ist mit mehr als 550 Mitarbeitern und 25 Standorten in 17 europäischen Ländern nach eigenen Angaben in Europa der führende Großhändler für Reifen und Räder für landwirtschaftliche Fahrzeuge, große Erdbewegungsmaschinen, Lkw und Trailer. An den Logistikstandorten des Unternehmens lagern auf über 130.000 Quadratmetern überdachter Fläche mehr als 11.000 verschiedene Reifentypen und -größen. Wenn er gefragt wird, was seine Firma macht, sagt Büscher: „Ich sage meinen Kumpels: Die Reifen deines Treckers, die kommen über uns in den Markt.“ 

Staplerfahren lernen alle gleich zu Beginn

Allein am Standort Osnabrück umfasst die überdachte Lagerfläche 80.000 Quadratmeter. Dort arbeitet Meinen. "Ich hatte Lust, Stapler zu fahren, wohne direkt in der Nähe, habe nur Gutes über Bohnenkamp gehört, und ein Freund wollte hier auch anfangen", zählt Meinen die Gründe auf, warum er sich nach der Realschule gerade beim Vermarkter und Großhändler für Reifen beworben hatte. Staplerfahren lernte auch Büscher gleich am Anfang seiner Ausbildung, denn das lernen bei Bohnenkamp alle Auszubildenden. "Am Anfang war das recht schwer", erinnert sich Meinen, der in Bezug auf seinen Arbeitsalltag betont: "Ohne Internet und Computer geht nichts." Als Lagerlogistiker müsse man zudem Geschicklichkeit, Teamfähigkeit und die Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten mitbringen.

Worauf es im Job ankommt

Für den kaufmännischen Bereich sind laut Büscher auch folgende Eigenschaften wichtig: Kontaktfreudigkeit, Spaß im Umgang mit Menschen und Hartnäckigkeit. Außerdem helfe es, Dinge zu verstehen, die nicht auf dem ersten Blick ersichtlich sind. Büscher hatte sich bei Bohnenkamp beworben, weil er in seinem Beruf, gerne etwas mit dem Thema Landwirtschaft zu tun haben wollte. Er hat ein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung und wollte danach direkt anfangen zu arbeiten. "Ich wollte gleich wissen, ob mir die Arbeit Spaß macht", so Büscher. "Hätte ich erst studiert und dann gemerkt, das macht keinen Spaß, hätte ich Zeit verschenkt." Und er fügt hinzu: "Stand jetzt will ich anschließend auch nicht aufhören zu arbeiten, um zu studieren." Eine Weiterbildung oder ein Studium "aus dem Job heraus" zum Beispiel an einer Fernuniversität könne er sich jedoch gut vorstellen.

Telefonieren und Feuerlöscher

Apropos Weiterbildung: Die ersten, zusätzlichen Kurse und Seminare zur Ausbildung absolvierten die beiden Azubis bei Bohnenkamp direkt am Anfang ihrer Lehrzeit: Bei den Kaufleuten stand das Seminar "Der gute Ton am Telefon" auf dem Programm, während die angehenden Lagerfachkräfte in Sicherheitskursen unter anderem den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher lernten.

Arbeiten im Ausland

Im Oktober steht dann für beide eine weitere Besonderheit auf dem Lernplan: ein Auslandseinsatz. Büscher fliegt dann nach Riga und wird sein Englisch im Arbeitsalltag testen, während Meinen in Hörsching in Österreich für Bohnenkamp arbeiten wird. In diesem Zusammenhang weist Laura Hopp, Leiterin Ausbildung und Personalgewinnung bei Bohnenkamp, darauf hin, dass alle Auszubildenden in ihrer Firma Englischkurse haben.

Immer ein offenes Ohr für Azubis

Zu den weiteren Angeboten speziell für Auszubildende zählen bei Bohnenkamp die Ausflüge, deren Ziel unter anderem schon die Landmaschinenbauer Claas oder Grimme waren. Ein schönes Angebot, aber für Büscher und Meinen nicht das Wichtigste. Das sei vielmehr die Aufgeschlossenheit der Kollegen. Büscher: "Man kann immer jeden fragen. Ich habe den Eindruck, die Leute freuen sich sogar." Und Meinen ergänzt: "Alle haben Ahnung, keiner schickt einen weg."



Zukunft bilden

"Zukunft Bilden“ ist eine Bildungsinitiative für Auszubildende, die von Firmen und Institutionen aus der Region unterstützt wird. Ein Jahr lang bekommen die Teilnehmer die „Neue Osnabrücker Zeitung“ oder eine ihrer Regionalausgaben als Abo kostenlos nach Hause geliefert und erhalten die Chance, ihr Allgemeinwissen zu verbessern. 

Dieses Wissen können sie beim wöchentlichen Zeitungsquiz unter Beweis stellen und tolle Preise gewinnen. Vielfältige Begleitveranstaltungen vervollständigen das Konzept. Weitere Informationen zur Initiative gibt es bei Luisa Gröninger unter Tel. 0541/310-243 oder per Mail an l.groeninger@noz.de.

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