Zwischen Blues und Country Bad Temper Joe bei "Live im Grünen" am Büdchen

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Stammgast auf der Timezone-Bühne am Westerberg bei „Live im Grünen“: Bad Temper Joe.  Foto: André HavergoStammgast auf der Timezone-Bühne am Westerberg bei „Live im Grünen“: Bad Temper Joe. Foto: André Havergo

Osnabrück. Bad Temper Joe aus Bielefeld spielte Blues und Country-Balladen auf der Timezone-Bühne bei "Live im Grünen" am Büdchen am Westerberg.

Western-Sound am Büdchen: Mit Cowboyhut auf dem Kopf und Weißenberg-Lap-Steel-Gitarre auf dem Schoß bereicherte Bad Temper Joe auch in diesem Jahr wieder die „Live im Grünen“-Reihe. Als Stammgast auf der Timezone-Bühne zupfte und strich der Bielefelder mit der markant rauchigen Stimme die Saiten so leidenschaftlich, virtuos und authentisch, dass man sich eher bei einem Südstaaten-Barbecue als in einem Biergarten auf dem Westerberg wähnte. Nur selten kraftvoll wütend, sondern überwiegend im gemächlichen Tempo resigniert melancholisch spielte er getreu seinem Namen gespielt schlecht gelaunt jenen Blues, den er trefflich definierte als „Musik über Frauen, die weggerannt und Autos, die kaputtgegangen sind“. 

Der Geräuschkulisse getrotzt

Da ihm der reine, in seinem Fall wohl: Bielefeld-Blues aber als „zu langweilig“ erschien und auch unpassend in Bezug auf jene seltenen Fälle, bei denen die Frauen wieder zurückgekommen sind, reicherte er seinen entspannten Gig mit feinen Country-Balladen an. Bewundernswert war dabei die Ruhe und Gelassenheit, mit der Bad Temper Joe der ihn mitunter übertönenden Geräuschkulisse aus dem Biergarten trotzte. Immerhin aber auf Wunsch eines einzelnen Herren spielte der „Sleeping Giant“ als Zugabe noch „einen alten Gospel“, der sich schnell als Janis Joplins „Mercedes Benz“ entpuppen sollte.


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