Neue Littera-Saison ist gestartet Ulla Lachauers Geschichten über Bienen und Menschen in Osnabrück

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Ulla Lachauer stellte im Osnabrücker Blue Note ihr Buch „Von Bienen und Menschen“ vor. Foto: Gert WestdörpUlla Lachauer stellte im Osnabrücker Blue Note ihr Buch „Von Bienen und Menschen“ vor. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Mit Ulla Lachauer ist die Lesereihe „Littera“ in Osnabrück in die neue Saison gestartet. Die Journalistin und Filmemacherin behandelt in ihrem Buch „Von Bienen und Menschen“ ein hochaktuelles Thema.

Am Ende dieser Littera-Lesung wünscht man sich glatt, selbst Imker zu werden. So detailreich und sinnlich hat Ulla Lachauer ihr Leben und ihre Arbeit dargestellt. Sie hat 14 Imker in verschiedenen Ländern besucht und porträtiert sie in ihrem Buch „Von Bienen und Menschen“.

Mit dem Thema habe sie bei den Buchverlagen offene Türen eingerannt, berichtet die Journalistin und Filmemacherin, die bereits zum vierten Mal bei Littera liest. Schließlich reden alle über die emsigen Tierchen, seit sie vom Aussterben bedroht sind. Doch Lachauer geht es weniger um die Bienen als um die Menschen, die sich mit ihnen befassen. Denn wo auch immer über das Bienensterben gesprochen wird, seien die Imker nur Statisten.

Slowenischer Bienenkönig und syrischer Honigpudding

Die Initialzündung zum Buch liegt fast 30 Jahre zurück. 1991, in den letzten Tagen der Sowjetunion, traf Ulla Lachauer in Kaliningrad auf die Imkerin Galina. „Zum ersten Mal in meinem Leben beobachtete ich das Ritual: wie ein Mensch sich in einen Imker verwandelt“, schreibt sie darüber, wie Galina unter der Imker-Kopfbedeckung mit Schleier verschwindet. Später schickt die Imkerin Ulla Lachauer ein Paket mit Honig nach Deutschland – mit der Bitte, ihr einen deutschen Mann zu vermitteln, damit sie Russland verlassen kann.

Für das Buch hat Ulla Lachauer unter anderem mit zwei Syrern gesprochen, einem Vater und seinem Sohn, die vor ihrer Flucht nach Deutschland Geld mit ihrem Honig verdienten. Sie hat außerdem einen „Bienenkönig“ in Slowenien besucht und schreibt über Stuttgarts ersten Stadtimker. Die Geschichten ziehen so in den Bann, dass man glaubt, den Honig riechen und den syrischen Honigpudding Hariri schmecken zu können.

Auch das Bienenbündnis stellt sich vor

Und weil das Thema Bienensterben so aktuell ist, hat die Buchhandlung das Osnabrücker Bienenbündnis zur Lesung eingeladen. Frank Bludau vom städtischen Fachbereich „Umwelt und Klimaschutz“ und Prof. Herbert Zucchi von der Hochschule Osnabrück stellen am Anfang der Veranstaltung die Initiative vor, die Osnabrück bienenfreundlicher machen soll. Für ein paar neue Bienenfreunde dürften sie und Ulla Lachauer mit diesem Abend gesorgt haben.


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