Gedenken an Opfer des NS-Regimes Neue Stolpersteine in Osnabrück verlegt

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Gedenktafel für Annette Garnerus, die 1941 in Hadamar ermordet wurde: Andrzej Jedamski und Walter Herdt vom OSB verlegen einen Stolperstein am Wulfekamp. Foto: David EbenerGedenktafel für Annette Garnerus, die 1941 in Hadamar ermordet wurde: Andrzej Jedamski und Walter Herdt vom OSB verlegen einen Stolperstein am Wulfekamp. Foto: David Ebener

Osnabrück . Drei Straßen, sechs Stolpersteine: Seit Mittwoch erinnern weitere Gedenktafeln aus Messing an Opfer des Nationalsozialismus.

Heiko Schlatermund gestaltete die Zeremonie jeweils vor dem früheren Zuhause der Opfer des NS-Regimes. Am Wulfekamp 17 lebte Annette Garnerus, die – wie so viele langjährige Psychiatrie-Patienten – in Hadamar ermordet wurde. An der Marienstraße 11 lebte Wilhelm Franz Niemann, der als Homosexueller stigmatisiert und in einer Gaskammer getötet wurde. An der Krahnstraße 1–2 erinnern vier Stolpersteine an das Schicksal der jüdischen Familie Meyer: An dieser Verlegung nahmen die Nachfahren der Familie und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert teil. Die Neue OZ wird in Kürze mit einer dreiteiligen Serie über die Schicksale der Opfer berichten.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat das Projekt Stolpersteine Mitte der 1990er-Jahre ins Leben gerufen und ist damit auf große Resonanz gestoßen: Europaweit beteiligen sich daran Hunderte Kommunen. Auch in Osnabrück gründete sich ein Initiativkreis, der mit dem Büro für Friedenskultur und den jeweiligen Paten der Stolpersteine die Zeremonien auf den Bürgersteigen organisiert. Seit 2007 sind in Osnabrück bisher 290 Gedenksteine verlegt worden.


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