Barockklang im Kreuzgang Bach-Sonaten mit Violine und Cembalo in der Johanniskirche

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Stilgetreu:  Geiger Christoph Heidemann (links) und Cembalist Christian Joppich spielen Bach im Kreuzgang von St. Johann.  Foto: Swaantje HehmannStilgetreu: Geiger Christoph Heidemann (links) und Cembalist Christian Joppich spielen Bach im Kreuzgang von St. Johann. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Violinist Christoph Heidemann und Cembalist und Kirchenmusikdirektor Christian Joppich spielten beim Kreuzgangkonzert in St. Johann unter anderem zwei Sonaten von Johann Sebastian Bach.

Besonders schön und stilgetreu geriet das zweite und letzte diesjährige Kreuzgangkonzert in St. Johann. Bei lauer Spätsommerluft intonierten Geiger Christoph Heidemann und Kirchenmusikdirektor Christian Joppich jene zwei Sonaten für Violine und Cembalo von Johann Sebastian Bach, die in der beliebten Reihe bisher noch nicht zur Aufführung gekommen waren. Stilgetreu und im passenden Ambiente unterstrich dabei das alte Tasteninstrument mit seinen eingetrübten Akkorden noch einmal die traurige, melancholische Tonart, während die Barockvioline virtuos zwischen fröhlichen Allegri und getragenen Adagios changierte.

Strahlende Töne

Für die Soli wurden ein formal frei gehaltenes Violin-Assagio des relativ unbekannten schwedischen Komponisten Johann Helmich Roman sowie die vier melodischen Stimmungen der Sonate 1 in F-Dur von Georg Philipp Telemann ausgewählt, für die der Cembalist die Bassstimme akkordisch manuell hinzufügen musste. Von Bach gab es zudem vier bis auf eine Sarabande mehr oder weniger temporeiche Sätze aus dessen französischer Suite Nr. 5 in G-Dur, bevor nach Einbruch der Dämmerung die Violine mit dem zweite Allegro der Sonate 1 in H-Moll nach einem fein geerdeten Andante die Töne zum Strahlen brachte – ebenso wie das ungleich berühmtere Air der Suite Nr. 3, das als Zugabe serviert wurde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN