Thema „Raumverdichtung“ im Mittelpunkt Künstler der Martinihöfe öffnen zur Kulturnacht ihre Türen

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              Süßigkeiten  sind Teil von Birgit Kannengießers Installation „Depot“. 

            

              
                Foto: Swaantje HehmannSüßigkeiten sind Teil von Birgit Kannengießers Installation „Depot“. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück Unter dem Motto „Raumverdichtung“ locken bildende Künstler, Modemacher, Fotografen und Grafiker Kulturnacht-Besucher in die Martinihöfe.

Die Kulturnacht findet nicht nur in der Innenstadt statt. Es gibt auch Orte, die nicht zentral gelegen sind, aber dennoch einen Besuch wert sind. Zum Beispiel die Martinihöfe, die im Programm der Veranstaltung unter der Überschrift „Drumherum“ geführt werden. Dort haben sich schon vor längerer Zeit Modemacher, Fotografen, Grafiker und bildende Künstler angesiedelt, die regelmäßig zur Kulturnacht ihre Ateliers öffnen. Während Modeschöpferin Annette E. Schneider ihre Herbst- und Winterkollektion inszeniert, zeigen Anke Dusche, Hartmut Girke, Birgit Kannengießer, Jochen Thien-Franck, Christine Vennemann und Mechthild Wendt im Gebäude nebenan aktuelle Arbeiten. „Raumverdichtung“ ist das Motto, passend zum Osnabrücker Kulturextra, das in diesem Jahr den „Raum“ zum Thema hat.

„Depot“ nennt Birgit Kannengießer ihre Installation, die den Konsumterror unserer Zeit aufs Korn nimmt. Mithilfe der Monotypie-Technik entwirft sie Raster, die wie Architektur wirken. Als Symbol für die Warenwelt füllt sie entstehende Binnenräume mit blassen Farben, die in Form von Süßigkeiten ähnlicher Farbgebung ihren Weg in den realen Raum nehmen.

Mechthild Wendt beschäftigt sich mit urbanen Räumen. In Osnabrück oder Berlin geht sie auf die Suche nach verlassenen Arealen, nach Ruinen, nach Brachen oder Gebäuden, die abgerissen werden. So finden sich in ihrem Atelier zahlreiche Bilder, in denen sie ihre Eindrücke vom Abriss des Palastes der Republik vor zehn Jahren verarbeitete. „Erichs Lampenpalast“, der Spitzname, den die DDR-Bevölkerung dem Bauwerk einst gab, verweist als Bildtitel auf die Thematik.

Literatur und Fotografie verbindet Christine Vennemann in ihren Arbeiten. „(K)ein Raum“ nennt sie ihre Fotoimpressionen, denen sie passende oder auch unpassende Zitate ausgesuchter Schriftsteller entgegenstellt. Mit einem Augenzwinkern überlässt sie dem Betrachter die Interpretation der jeweiligen Situationen.

Hochglanzfotos aus Osnabrück und Marrakesch zeigt Jochen Thien-Franck, einen Atelier-Vortrag zum Thema „Offenheit des Raumes“ bietet Hartmut Girke an, und Anke Dusche entwirft mit ihren textilen Bildern ästhetische „Farbräume“.

Martinihöfe (Innenhof Martinistraße 82-88): „Raumverdichtung“ zur Kulturnacht. Samstag, 25. August, 19 bis 24 Uhr.


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