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Treffen mit den großen Geistern unserer Zeit Osnabrücker Lehrerin zu Gast bei Nobelpreisträgertagung

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Als eine von 20 Lehrern war Katrin Lückmann vom Gymnasium in der Wüste eingeladen zur Tagung der Nobelpreisträger in Lindau. Foto: Swaantje HehmannAls eine von 20 Lehrern war Katrin Lückmann vom Gymnasium in der Wüste eingeladen zur Tagung der Nobelpreisträger in Lindau. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Wenn Kathrin Lückmann von ihrer Reise zur Tagung der Nobelpreisträger im Juni in Lindau erzählt, schwingt in ihrer Stimme eben jene Begeisterung mit, die für ihre Nominierung für dieses außerordentliche Event durch die Robert-Bosch-Stiftung verantwortlich sein dürfte: die Liebe zu ihrem Beruf, ihr Faible für die Wissenschaft und vor allem die Lust, ihre Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern.

Dr. Katrin Lückmann unterrichtet Biologie und Chemie am Gymnasium „In der Wüste“ Osnabrück. Ausschlaggebend für ihre Einladung war ihre besondere Hingabe zum Lehrberuf sowie ihr außerordentliches Engagement.“ Mit diesen lobenden Worten begründen die Veranstalter der Nobelpreisträgertagung Lückmanns Einladung. Die promovierte Biologie- und Chemielehrerin war eine von 20 Lehrern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland, die zur 68. Lindauer Nobelpreisträgertagung eingeladen waren – als Anerkennung für ihr besonderes Engagement bei der Wissensvermittlung in und außerhalb des Klassenzimmers. 

Keine verkopften Nerds

„Es war eine Ehre in Lindau dabei sein zu dürfen“, sagt Lückmann. In Lindau konnte sie sich unter  39 Nobelpreisträger und etwa 700 Nachwuchswissenschaftler mischen, Vorträge hören und an einem eigens für die 20 Pädagogen organisierten Mittagessen mit fünf Nobelpreisträgern teilnehmen. Wie gestaltet sich denn ein Tischgespräch mit Nobelpreisträgern? „Wir haben über Gott und die Welt gesprochen. Bei Gesprächen über deren Forschungsbereiche hätten wir auch wohl kaum eine Chance gehabt“, sagt Lückmann lachend. Das Treffen sei auf keinen Fall eine Ansammlung von verkopften Nerds gewesen. Im Gegenteil, es habe eine lockere Atmosphäre geherrscht. Mit am Tisch saßen übrigens unter anderen Stefan Hell (Nobelpreis für Chemie 2014), Joachim Frank (Nobelpreis für Chemie 2017), Robert Huber (Nobelpreis für Chemie 1988) und Hartmut Michel (Nobelpreis für Chemie 1988). „Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich so nah an die Nobelpreisträger herankomme“, sagt Lückmann, nach wie vor „fasziniert“ von den Begegnungen und Vorträgen.

„Eigentlich ist die Arbeit mit den Schülern und ihre Begeisterung für naturwissenschaftliche Inhalte die eigentliche Anerkennung meiner Arbeit“, sagt Lückmann. Die Einladung nach Lindau bestätige sie aber noch einmal zusätzlich. Es mache ihr einfach unendlich viel Spaß in der Schule aber auch darüber hinaus mit ihren Schülern zu arbeiten.  Im Moment arbeitet Lückmann mit ihren Schülern an einem von der Robert-Bosch-Stuiftung geförderten Projekt zum Thema „Nachhaltige Ernährung in und um Osnabrück“. Mit im Boot ist der Fachbereich Biodidaktik der Uni. 

Die Einladung der Lehrer ist sichtbarer Ausdruck der Nobelpreisträgertagung, die sich für mehr und bessere multimediale Schulbildungsangebote einsetzt.


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