Unabhängigen Filmfest Osnabrück Stummfilm-Klassiker „The Lost World“ mit Livemusik

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„The Lost World“- Stummfilmklassiker mit Live-Musik von Meik Kraft. Foto: Swaantje Hehmann„The Lost World“- Stummfilmklassiker mit Live-Musik von Meik Kraft. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Als „Vorprogramm“ zum 33. Unabhängigen Filmfest Osnabrück flimmerte am Freitag der Stummfilm-Klassiker „The Lost World“ mit Livemusik von Pianist Meik Kraft im Stadtgalerie-Café von der Leinwand.

Gegen 19.45 Uhr suchen sich die ersten Gäste ihre Plätze zwischen den Stuhlreihen oder holen sich Kuchen und Getränke. Für die Lampe von Pianist Meik Kraft wird noch schnell ein Verlängerungskabel organisiert. Nichts deutet darauf hin, dass hier in den kommenden 104 Minuten die Dinosaurier los sind. Nach der Begrüßung durch Filmfest-Leiterin Julia Scheck, geht um 20.35 Uhr das Licht aus, und der Beamer wirft die ersten Bilder auf eine große Leinwand: Auf geht´s in eine „verlorene Welt“.

Romanvorlage von Doyle

Als „Vorprogramm“ zum 33. Unabhängigen Filmfest Osnabrück flimmert an diesem Freitagabend der 1925 entstandene US-Stummfilm „The Lost World“ im Stadtgalerie-Café der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück über die Leinwand – eine Story, die auf einen Roman von Arthur Conan Doyle basiert. Den Auftritt des Sherlock-Holmes-Erfinders in der Eingangsszene kommentiert Pianist Kraft stilecht mit der britischen Nationalhymne. Im Mittelpunkt der Handlung steht aber ein Plateau im Amazonasgebiet mit lebenden Dinosauriern. Dorthin verschlägt es die Expeditionstruppe um den exzentrischen Professor George Challenger (Wallace Beery), zu der neben einem kautzigen Insektenforscher und einem Aristokraten auch der tollpatschige Reporter Ed (Lloyd Hughes) und die hübsche Paula (Bessie Love) gehören.

Ins Riesenhafte vergrößerte Eidechsen

Dazu kommt ein geheimnisvoller Affenmensch, der die Dino-Mission der Gruppe beobachtet und sabotiert. Faszinierend vor allem die Tricksequenzen mit Allosaurus, Brontosaurus oder fliegendem Pterodactylus von Special-Effect-Pionier Willis H. O´Brien. Gelächter im Publikum, als der Insektenforscher mit Lupe auf Käferjagd geht. Und als Paulas Äffchen über ein Seil läuft, begleitet Pianist Kraft diesen Akt im Mickey-Mousing-Stil. Am Ende des Films ist London zwar von einem Brontosaurus verwüstet, dafür wird aus Ed und Paula ein Paar. Die Spezialeffekte sind relativ simpel, aber wirkungsvoll. Es kamen damals ins Riesenhafte vergrößerte Eidechsen zum Einsatz. Diese wurden mit Hörnern und Knochenkämmen beklebt. Um 22.21 Uhr geht das Licht an, und das Publikum applaudiert einem Film, ohne den es spätere Kino-Monster wie King Kong oder Godzilla wohl nicht gegeben hätte.


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