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Größtes Neubaugebiet der Stadt Großer Andrang beim Landwehrviertelfest in Osnabrück-Atter

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Osnabrück. Aufbruchstimmung kam bei vielen Besuchern des Festes im Landwehrviertel am Sonntag auf. Auf das ehemalige Kasernengelände hatte die Energieservice Osnabrück GmbH (Esos), die Erschließungstochter der Stadtwerke, eingeladen. Auf 37 Hektar Fläche sollen bis zu 1000 Wohneinheiten entstehen.

Bis auf die denkmalgeschützten ehemaligen Kasernengebäude, die „Baracke 35“, direkt neben der Landwehrstraße gelegen, erinnert heute quasi nichts mehr an den ehemaligen Militärstandort der britischen Streitkräfte. Die Esos, eine hundertprozentige Stadtwerke-Erschließungstochter, hat als Eigentümerin des Geländes bereits die umfangreichen Erschließungsarbeiten auf dem Gelände weitgehend abgeschlossen. Das gesamte Projekt soll in etwa fünf Jahren abgeschlossen sein.

Pumpen laufen auf Hochtouren

Während der Begrüßungsreden durch Oberbürgermeister und Stadtwerke-Vertreter liefen die Pumpen auf der ersten Großbaustelle des Geländes am künftigen Yorkring weiter. Joachim Siepmann vom Bochumer Projektentwickler BPD erklärte, dass dort in den nächsten zwölf Monaten bereits die ersten 81 Mietwohnungen entstünden. 37 Einfamilienhäuser und 29 Eigentumswohnungen würden folgen.

Dirk Streicher von der Delta Bau AG aus Hannover, berichtete wiederum von 39 Wohnungen und 15 Reihenhäusern, die auf der Agenda seines Unternehmens stünden.

Inmitten des Gebietes baut die Firma Rewe einen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern. Sie seien als Nahversorger froh darüber, Teil der Entwicklung im Landwehrviertel sein zu können, betonte Andreas Persigehl, Geschäftsleiter für den Vertrieb Nord der Firma Rewe. In eine Ideenbox auf dem Stand ihrer Firma könnten die Besucher ihre Wünsche und Ideen zum künftigen Sortiment und den Leistungen des Lebensmittelmarktes einwerfen.


Anfängliche Skepsis

Zunächst hätten den Planungen angesichts der eher kompakten Bebauung durchaus kritisch gegenübergestanden, berichtete Manfred Niemann vom Bürgerforum Atter. Er und seine Mitstreiter waren mit ihrem Bauwagen und zahlreichen Infos rund um ihren Stadtteil vertreten und standen den Besuchern Rede und Antwort zu Angeboten und Kontakten in Atter. An die Adresse der Investoren gerichtet, appellierten sie hinsichtlich der Konditionen für Bauland und Wohnungspreisen für größere Transparenz.

Zig Interessenten

Die Gäste des abwechslungsreichen Festes kamen aus unterschiedlichen Gründen: Heiko Langheim beispielsweise machte sich mit seiner Familie aus dem benachbarten Atterfeld auf in das Neubaugebiet. Sie wollten sich informieren, ob sich durch die neue Linienführung der Busse auch die Busanbindung für sie verändert.

„Stylisch und auf jeden Fall interessant“ finden Felix Krug und seine Frau Nina die Wohnungen, die jetzt entstehen. Zusammen mit ihren Kindern Gustav und Keno ließen sie sich von den Projektteams der Bauträger über Zuschnitte und Konditionen der neuen Wohneinheiten informieren. Die vielfältigen Aspekte von energetisch hochwertigen Wohnungen bis hin zum durchdachten Verkehrskonzept ließen sie intensiv darüber nachdenken, ihren Wohnsitz vom benachbarten Eversburg in der Zukunft in das Landwehrviertel zu verlegen, so Familie Krug einhellig.

In ihrem Heimatort Hagen a.T.W. würden sie es wunderschön finden, das Haus und der Garten seien für sie auf Dauer aber einfach zu groß, betonten wiederum Monika und Horst Leonhard. Für sie seien das Wohnkonzept und die hervorragende Mobilität in dem neuen Gebiet besonders interessant, so das Ehepaar.

Vereine stellen sich vor

Dass die Integrationsarbeit ihre Herzensangelegenheit sei, betonten die Sportler des SC Atter, die zu Mitmachaktionen einluden. Auch die Sportler des OSC, von Ballsport Eversburg, des Osnabrücker Rugbyvereins, die Caritas und weitere Vereine und Verbände präsentierten sich in ihren Ständen entlang der neuen „Québecallee“ und des Bereichs „Am Belfastpark“. Immer wieder flanierten dabei die Musiker der Band „Pipes and Drums“ durch die neuen Straßen der ehemaligen Kaserne.

Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes freute sich besonderes darüber, dass hochkomfortabel und modern die Mobilität für so ein großes Baugebiet mit Metro-Busverbindung, Carsharing und Fahrradmobilität neu gedacht werden dürfe. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) hob hervorragende Wohnvoraussetzungen hervor und Stadtwerke-Chef Christoph Hüls dankte den beteiligten Akteuren für ihre gute Zusammenarbeit.


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