Internationale Klang-Kooperation Italienisches Bluestrio wurde von Bläsersektion befeuert

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Unterstützung durch „The Boomer Horns“: Das Trio um Rob Mo (links) wird begleitet von Gary Winters (Trompete) und Tommy Schneller (Saxofon) . Foto: Jörn MartensUnterstützung durch „The Boomer Horns“: Das Trio um Rob Mo (links) wird begleitet von Gary Winters (Trompete) und Tommy Schneller (Saxofon) . Foto: Jörn Martens

Osnabrück Rob Mo nennt Sänger Roberto Morbioli aus Verona das Trio, dessen Songs er im Blue Note von dem Osnabrücker Saxophonisten Tommy Schneller sowie vom amerikanischen Trompeter Gary Winters anreichern ließ.

Ein furioses Instrumental zum Einstieg signalisiert: Jetzt bekommen die Zuhörer eine mächtige Dosis Blues und Funk auf die Ohren. Tatsächlich ist es im Blue Note selten so laut zugegangen, wie beim Konzert des italienischen Musikers Rob Mo. „Ist unsere Musik zu laut“, fragt Roberto Morbioli, so sein richtiger Name, nach ins Publikum. Nur ein einziger Gast traut sich, zaghaft aufzuzeigen. Das reicht offenbar nicht, den Musiker auf der Bühne zu motivieren, seinen Verstärker leiser zu drehen. Und es wundert auch kaum jemanden, dass das Konzert nicht nur energiegeladen, sondern auch recht lautstark vonstattengeht.

Im Trioformat ist der Sänger aus Verona nach Osnabrück gekommen: Stefano Dallaporta liefert ihm ein virtuoses Bassfundament und Schlagzeuger Sergio Ratti sorgt für die richtige Rhythmik. Weil Rob Mo das aktuelle Album „From Scratch“ im Bad Iburger Studio „Mühle der Freundschaft“ aufgenommen hat und dabei vom Osnabrücker Saxophonisten Tommy Schneller sowie vom amerikanischen Trompeter Gary Winters unterstützt wurde, waren die Bläser unter dem Namen The Boomer Horns eingeladen worden, auch live für Power zu sorgen. Und so passiert es, dass die beiden die Songs des italienischen Frontmanns gehörig unter Druck setzen, sowohl mit messerscharfen Bläsersätzen als auch mit großartigen Soli. Vor allem Winters fügt dem Gemenge aus Blues, Rock und Funk mit seiner rasanten Trompete eine gehörige Portion Jazz bei.

Nach dem Powerstart in das Konzert, mit dem Morbioli beweist, dass er ein meisterlicher Bluesgitarrist ist, wird bei den folgenden Stücken klar, dass er auch mit einer starken Stimme gesegnet ist. Viele Songs vom neuen Album stehen auf der Setliste, aber auch Klassiker wie „Got My Mojo Working“, dem die Band einen eigenen, dynamischen Stempel aufdrückt.

Den Song „Rock Me Honey“ widmet er Marcus Praed von der „Mühle der Freundschaft“ und lässt es richtig krachen. Nach einigen Stücken, die er mit Bottleneck-Gitarre begleitet, treten Rob Mo an, den Ray Charles-Song „I Believe To My Soul“ zu „schrotten“. Tatsächlich zündet das Quintett ein deftiges Rhyhm’n’Soul-Feuerwerk, das in einem Gang des Gitarristen ins Publikum gipfelt. Dort steuert Morbioli schnurstracks auf den Osnabrücker Musiker Kai Strauss zu und übergibt ihm seine Gitarre. Der übernimmt nahtlos und spielt so lange weiter, bis sein italienischer Kollege auf der Bühne eine weitere Gitarre angeschlossen hat, um sich mit Strauss ein herrliches Saitenduell zu liefern. Bei diesem Konzert kommt wahrlich keine Langeweile auf.


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