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17.08.2018, 12:13 Uhr KOMMENTAR

Hilfe zur Selbsthilfe für Bauern statt Milliarden-Hilfe

Kommentar von Jean-Charles Fays

Landwirte brauchen jetzt Unterstützung, denn mit einer so lange anhaltenden Dürre konnte nach dem niederschlagsreichen Sommer 2017 keiner rechnen. Foto: Swaantje HehmannLandwirte brauchen jetzt Unterstützung, denn mit einer so lange anhaltenden Dürre konnte nach dem niederschlagsreichen Sommer 2017 keiner rechnen. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Ohne Zweifel benötigen Landwirte jetzt Unterstützung. Mit einer so lange anhaltenden Dürre konnte nach dem niederschlagsreichen Sommer 2017 keiner rechnen. Dennoch ist die von Bauernpräsident Joachim Rukwied geforderte finanzielle Unterstützung von einer Milliarde Euro überzogen und völlig unrealistisch. Ein Kommentar.

Beim überwiegenden Teil der Betriebe würden ohnehin keine Hilfszahlungen ankommen. Das hat sich schon 2003 gezeigt, als die Lage infolge der Dürre ebenfalls als nationaler Notstand eingestuft wurde und insgesamt 72 Millionen Euro an Hilfen bereitgestellt wurden. Sinnvoller sind Hilfen zur Selbsthilfe.

Wer jetzt Zwischenfrüchte aussät, kann das Futterangebot noch erhöhen

Ein erster Schritt war bereits, „ökologische Vorrangflächen“, die etwa als Pufferstreifen zu Gewässern dienen und für die sonst Anbaubeschränkungen galten, als Flächen für den Anbau von Viehfutter freizugeben. Wer jetzt Zwischenfrüchte wie Klee und Grasmischungen aussät, kann das Futterangebot immer noch erhöhen.

Versicherung gegen Ernteausfälle wegen Extrem-Wetter

Ein weiterer Schritt, um das Risiko durch sich häufende extreme Witterungsverhältnisse zu minimieren, könnte auch eine staatlich geförderte Ernteausfallversicherung sein, wie es sie etwa bereits in den USA gibt.


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