Familien-Start-up aus Osnabrück Osnabrücker gründen Kinderschuhmarke "Lotta&Emil"

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Nora und Lars Meyer aus Osnabrück haben sich mit einer Marke für Kinderschuhe selbstständig gemacht. Sohn Anton gefällt das erste Modell schon einmal gut. Foto: Gert WestdörpNora und Lars Meyer aus Osnabrück haben sich mit einer Marke für Kinderschuhe selbstständig gemacht. Sohn Anton gefällt das erste Modell schon einmal gut. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Viele Eltern stehen beim Kauf von Kinderschuhen vor der Entscheidung: Qualität oder günstiger Preis? Geht es nach dem Osnabrücker Start-up Littlefoot, soll diese Frage bald überflüssig werden.

Hinter dem frisch gegründeten Unternehmen stehen die Osnabrücker Nora und Lars Meyer, ihr Aushängeschild ist die Schuhmarke "Lotta&Emil", deren Vermarktung in diesen Tagen startet. Erstes Produkt ist ein klassischer Boot, der sich erst auf den zweiten Blick entscheidend von Konkurrenzprodukten im Internet und Einzelhandel abhebt. "Wir wollen den Preis für die Schuhe möglichst niedrig halten. Ein Großteil fließt in die Produktion der Schuhe selber - und wird nicht für Zwischenhändler verwendet. Oft gibt es bei Schuhen einen Konflikt zwischen Preis und Qualität. Den wollen wir auflösen", erklärt Lars Meyer. 

Verschleißartikel Schuh

Als Eltern zweier kleiner Kinder wissen er und seine Frau Nora um die Probleme beim mindestens jährlich stattfindenden Kinderschuhkauf: "Schuhe sind nun mal ein Verschleißartikel. Man muss dafür aber nicht unbedingt 100 Euro ausgeben, wenn man Qualität haben will", so Meyer.

Nora und Lars Meyer aus Osnabrück haben sich mit einer Marke für Kinderschuhe selbstständig gemacht. Sohn Anton gefällt das erste Modell schon einmal gut. Foto: Gert Westdörp

Freilich stellen die Meyers ihre Kinderschuhe nicht in der eigenen Garage her: Vielmehr gelang es den beiden, über einen Agenten Kontakt zu einer kleinen Schuhfabrik in der Nähe von Porto herzustellen. "Wir haben uns die Fabrik natürlich auch selbst angeschaut – ein Familienunternehmen, in dem keine Massenware hergestellt wird." Lars Meyer weiß, dass sich die Schuhe vielleicht nicht auf den ersten Blick von herkömmlichen Boots unterscheiden. "Wir haben kein ausgefallenes Design. Dafür eine faire Lieferkette und eine hohe Wertigkeit", erklärt der Familienvater. Schnitt, Aufbau, Sohle, Futter – es sind eher die Details, die die Schuhe von denen bekannter Marken unterscheiden. Und doch sind die Boots mit einem Preis von rund 50 Euro deutlich günstiger.

Vermarktung im Internet

Das Start-up vermarktet sein Produkt selbst via Online-Shop. Ganz bewusst gehört für die Meyers eine Versandkostenpauschale dazu. "Es geht uns darum, dass unsere Kunden bewusster einkaufen. Schließlich kostet jede Retoure Geld und belastet die Umwelt. Bei großen Versandhändlern zahlt im Grunde jeder die Kosten für die Unmengen an Retouren mit. Das ist aber nicht unser Weg", sagt Lars Meyer, der vor seiner Selbstständigkeit in der Logistikbranche gearbeitet hat. Ob die Schuhe passen, können Interessenten mittels einer Größentabelle zum Download auf www.lottaundemil.de herausfinden.

Zunächst beschränkt sich das Start-up auf das Boot-Schuhmodell, das von einem unabhängigen Labor ohne Beanstandungen auf Schadstoffe untersucht wurde. Je nach Verkaufserfolg sollen dann weitere Modelle folgen. Denkbar sind Sneaker und Sandalen, deren Prototypen schon ihren Weg aus der Nähe von Porto nach Osnabrück gefunden haben. Zunächst will Lars Meyer jedoch abwarten, wie Modell Nummer 1 angenommen wird.

Wie kommt eigentlich der Name zustande? "Bei uns spielt sich viel in der Astrid Lindgren-Welt ab", sagt Nora Meyer. Daher sei der Weg zu "Lotta&Emil" nicht weit gewesen. 


Lotta&Emil

Der Shop von Lotta&Emil ist im Internet auf www.lottaundemil.de zu finden.

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