Thema im Osnabrücker Bürgerforum Anwohner kritisieren Gefahrenpunkt am Schledehauser Weg

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Bequem für Autos, gefährlich für Fußgänger: Die Einmündung des Schledehauser Weges an Stadtweg soll enger werden. Für Senioren mit Rollatoren sollen außerdem die Bürgersteige abgesenkt werden. Foto: Gert WestdörpBequem für Autos, gefährlich für Fußgänger: Die Einmündung des Schledehauser Weges an Stadtweg soll enger werden. Für Senioren mit Rollatoren sollen außerdem die Bürgersteige abgesenkt werden. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück Zu schnell für Fußgänger: In Darum/Gretsch/Lüstringen diskutierte das Bürgerforum über den Verkehr und informierte sich über die Wildblumenmischung des Bienenbündisses.

Was für Autofahrer bequem ist, erweist sich als riskant für Fußgänger. Die letzten Meter des Schledehauser Weges vor dem Stadtweg gehen so in die Breite, dass Rechtsabbieger den Eindruck haben könnten, es handele sich nur um eine Kurve statt um eine Kreuzung. Mit dem Auto geht es zügig voran; zu zügig für ältere Anwohner, die mit dem Rollator die breit auslaufende Straße überqueren wollen: Mitten auf ihrem beschwerlichen Weg blicken sie plötzlich in einen Kühlergrill. Die Fahrbahn wieder zu verlassen, kann zum Kraftakt geraten, denn der Bürgersteig ist nicht abgesenkt. So erlebt es Marie Meyer – und stellte im Bürgerforum fest: „Der Übergang Schledehauser Weg ist zu gefährlich für Senioren mit Rollator.“

Einmündung schmaler, Bürgersteige niedriger

Dass es so nicht bleiben kann, ist offenbar auch die Auffassung der Akteure im Fachbereich Städtebau. Bürgermeisterin Birgit Strangmann trug deren Stellungnahme vor: Es biete sich an, die Einmündungsbreite zunächst zu reduzieren und dabei auch den Gehweg abzusenken. Etwas Geduld benötigen die Anwohner jedoch noch. Zunächst müsste das Geld dafür bereit gestellt werden. Mit einem „Umbau des Knotens“ sei frühestens in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen.

Der Stadtweg als Rennstrecke

„Der Stadtweg ist eine Rennstrecke“, meinte ein Anwohner. Dass viele Autofahrer offenbar zu schnell zwischen dem Schledehauser Weg und der Mindener Straße unterwegs sind, belastet in und seine Nachbarn seit längerer Zeit. Sie wünschen sich eine Verkehrsberuhigung. Zumindest einen Plan dafür scheint es innerhalb der Verwaltung bereits zu geben. Im Bürgerforum entspann sich eine Diskussion über Parkplätze, von denen es auf dem Stadtweg zu wenige gebe, weshalb Autos auf der Straße stünden und eilige Autofahrer kurzerhand über den Bürgersteig fahren würden. Ein Anwohner meinte, dass sich die Situation noch verschärfen werde, wenn an der Ecke zum Schledehauser Weg ein Neubau mit etwa 30 Wohnungen noch mehr Autos auf die Straße kommen.

Bedarfsampel für die Mindener Straße in Lüstringen?

Auch die Mindener Straße ist ein Hindernis für Fußgänger. Viele wünschen sich sichere Überquerungsmöglichkeiten unter anderem auf Höhe der Lothar-Schoeller-Straße. Dort befindet sich bereits eine Mittelinsel als Querungshilfe. Der erwünschte Zebrastreifen wird nicht kommen, wie die Verwaltung mitteilte – und zwar aus Sicherheitsgründen. Ein Anwohner fragte nach: „Und wie wäre es mit einer Bedarfsampel?“ Darauf hätte Bürgermeisterin Strangmann auch gerne eine Antwort und meinte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht diskutiert wurde.“ Sie hofft für die nächste Sitzung auf eine „anständige Antwort“ aus der Verwaltung.

Das Ende einer Endhaltestelle?

Ausblick auf das neue Busliniennetz für 2019: Dass die Endhaltestelle „Gretesch“ für die Linie 13 an der Belmer Straße zur Disposition steht, verdutzt manche Anwohner. André Kränzke von den Stadtwerken erläuterte, dass die Nachfrage dort – nordöstlich der Siedlung „Zum Mühlenbach“ – sehr gering sei.

„Hier kann jeder Privatmensch etwas tun“

Allseits erwünscht ist, dass mehr Bienen unterwegs sind – weshalb Frank Bludau vom städtischen Fachbereich „Umwelt und Klimaschutz“ das Osnabrücker Bienenbündnis und die Osnabrücker Wildblumenmischung vorstellte. In dem Saatgut befinden sich 40 Kräuter und drei Gräser. Bludau verteilte kleine Proben des Osnabrücker Servicebetriebes: „Hier kann jeder Privatmensch etwas tun.“ Auch die Stadt lege mit solchen Mischungen Blühflächen und Randstreifen an.

Abgemähte Blühflächen

Nicht allen scheinen solche Pflanzen zu gefallen. Eine Anwohnerin berichtete, sie habe solche Blühflächen plötzlich abgemäht vorgefunden. Bürgermeisterin Strangmann vermutet, dass die Blühpflanzen auf manche einen „unordentlichen“ Eindruck machen. Eine Anwohnerin schlug vor, mit Schildern auf die Flächen hinzuweisen. Und: Wie wäre es mit einer Patenschaft für Blühflächen?

Interesse in Hitzacker und Oldenburg

Grundsätzlich scheint das Interesse am Bienenbündnis auch weit über die Stadtgrenzen hinaus zu bestehen: Bludau wird demnächst auch in Hitzacker und Oldenburg über das Osnabrücker Projekt berichten.


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