Spendenlauf für kranke Kinder Voller Einsatz beim Spendenlauf für Osnabrücker Kinderhospizdienst

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Pro gelaufener Runde gab es einen Stempel. Foto: Daniel BatelPro gelaufener Runde gab es einen Stempel. Foto: Daniel Batel

Osnabrück. Bei einem Spendenlauf am Sportpark Illoshöhe sind etwa 100 Freiwillige für einen guten Zweck gelaufen.

Spätestens seit den jüngsten Erfolgen der deutschen Leichtathleten bei den Europameisterschaft in Berlin ist Laufen wieder angesagt. In den Sportpark an der Illoshöhe kamen zwar nur eine Handvoll Zuschauer, aber die Teilnehmer des Spendenlaufs wussten umso mehr zu begeistern. Mit ihrem Einsatz für schwer kranke und behinderte Kinder, die vom ambulanten Kinderhospizdienst in Osnabrück betreut werden, wollten sie ein gesellschaftliches Zeichen setzen.

Seit drei Jahren findet jährlich ein solcher Spendenlauf statt. Im vergangenen Jahr liefen die Teilnehmer noch für die Kampagne "Jede Oma zählt" des Osnabrücker Hilfswerks "Help-Age". Durch die Spendenaktion konnte älteren Frauen in Afrika geholfen werden, die für den Familienzusammenhalt eine enorm große Rolle spielen und die unterhalb der Armutsgrenze leben. Auch dieses Jahr wurden wieder mehrere tausend Euro an Spenden eingenommen. 

Der aktuelle Benefizpartner ist der ambulante Kinderhospizdienst in Osnabrück. Dort setzen sich geschulte Freiwillige für junge Menschen ein, die eine lebensverkürzende Diagnose erhalten haben oder mit einer schweren Behinderung leben. Abhängig vom Zustand der Kinder unternehmen sie Ausflüge mit ihnen, lesen ihnen etwas vor oder machen gemeinsam mit ihnen Musik. In manchen Fällen, berichtet die Ehrenamtliche Magdalene Tenk, gehöre es auch dazu, die ganze Familie aktiv zu unterstützen: "Wir erleben oft, dass etwa die Geschwister eines kranken Kindes überfordert sind oder sie von ihren Eltern nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen." Auch die Eltern selbst benötigten hin und wieder seelischen Beistand. Magdalene Tenk begleitet seit über fünf Jahren ein Mädchen, das seit ihrer Geburt schwer behindert ist und im Rollstuhl sitzt. "Ich habe das große Glück, so einen beeindruckenden Menschen kennen zu dürfen", sagt sie. Interessierte, die noch spenden möchten, können sich gerne unter https://www.osnabruecker-hospiz.de/leistungen/ambulanter-kinderhospizdienst.html informieren.

Um Kindern wie diesen zu helfen, sind etwa 100 Läufer zum Sportpark gekommen. Sie sind Schüler und Auszubildende an den Diakonie Pflegeschulen in der Rheiner Landstraße. Dort werden sie entweder zum Altenpfleger, im Bereich persönliche Assistenz oder zum Heilerziehungspfleger ausgebildet. Die Organisatorin des Spendenlaufs, Lena Bischoff, ist selbst Heilerziehungspflegerin und macht mit dem Charity-Event auch auf die gesellschaftlichen Probleme rund um die Pflegesituation in Deutschland aufmerksam: "Wir benötigen noch viel mehr Nachwuchs in diesem Berufsfeld." Anreize, beim Lauf mitzumachen, gab es genug. Bischoff: "Die schnellsten und weitesten Läufer können hochwertige Gutscheine gewinnen, unter anderem für das Nettebad, die Zenit-Boulderhalle, den Kletterwald Osnabrück oder einen Burger-Lieferservice." Der Erstplatzierte erreichte eine sagenhafte Laufleistung von knapp 13 Kilometern innerhalb einer Stunde. Und hat sich damit einen Burger wohl redlich verdient. Nicht der hinterlässt am Ende der Benefizveranstaltung einen faden Beigeschmack bei den Engagierten, sondern die Entgeltordnung der Stadtverwaltung. "Wir mussten pro Stunde 20 Euro bezahlen, um hier für einen guten Zweck laufen zu dürfen", so Bischoff.


Die besten Läufer Christof Wohkittel, Martin Witte und Jacob Finke bei der Siegerehrung. Foto: Lukas Nülle


Pro gelaufener Runde gab es einen Stempel. Foto: Daniel Batel



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