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16.08.2018, 16:34 Uhr KOMMENTAR

Arbeiten am Neumarkt: Und das ist erst der Anfang

Kommentar von Dietmar Kröger

Der Bussteig vor der Mobilitätszentrale der Stadtwerke wird verlegt. Foto: David EbenerDer Bussteig vor der Mobilitätszentrale der Stadtwerke wird verlegt. Foto: David Ebener

Osnabrück. Es kommt Leben in den wohl hässlichsten Platz der Stadt. Mit dem Beginn der Bauarbeiten für das neue Hotel vor H&M geht Osnabrück einen ersten Schritt in eine hoffentlich erfolgreiche Neumarkt-Zukunft.

Mögen sich die Geister auch streiten, ob denn nun eine Inflation von Hotelbetten in Osnabrück droht oder nicht – dass überhaupt etwas passiert an diesem innerstädtischen Schandfleck, sollte die Osnabrücker aufatmen lassen, denn die Stagnation auf Osnabrücks zentralem Platz findet mit dem Baubeginn endlich ein Ende. 

Nun bleibt abzuwarten, wann die ersten Bagger anrücken, um dem auf links gezogenen Badezimmer für Riesen, dem Kachelhaus, ein schuttreifes Ende zu bereiten. Centerentwickler Unibail Rodamco hat dies für März kommenden Jahres angekündigt. Schließlich will man den "Oskar" getauften Einkaufstempel zum Weihnachtsgeschäft 2020 eröffnen. Wenn dann auch noch zeitgleich das zweite Neumarkt-Hotel auf der Fläche des Sportarena-Gebäudes gebaut wird, wird es eng.

Die Stadt ist mehr als gut beraten, die Verkehrssituation scharf im Auge zu behalten. Schon jetzt ist es verdammt eng auf dem Neumarkt, vor allem für Radfahrer und Fußgänger. Zu warten bis – wie in der Vergangenheit bereits geschehen – ein erster Unfall zum Handeln zwingt, wäre fatal. Eine frühzeitige Sperrung für den Individualverkehr ist unausweichlich – auch gegen Widerstände. 


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