Nachfolger steht schon fest Osnabrücker Electro-Club Dr. Vogel für immer geschlossen

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Aus und vorbei: Inhaber Christopher Noble (links) und sein Mitarbeiter Louis Dinkgrefe montieren das Schild über dem Eingang ab. Der Electro-Club Dr. Vogel ist Geschichte. Foto: Dr. Vogel/NobleAus und vorbei: Inhaber Christopher Noble (links) und sein Mitarbeiter Louis Dinkgrefe montieren das Schild über dem Eingang ab. Der Electro-Club Dr. Vogel ist Geschichte. Foto: Dr. Vogel/Noble

Osnabrück.. Der Osnabrücker Electro-Club Dr. Vogel ist Geschichte. Nach fünf Jahren im Kulturhof an der Dammstraße macht Inhaber Christopher Noble seinen Laden dicht. Der Nachmieter der Räumlichkeiten steht bereits fest.

Dort, wo früher zu elektronischer Musik getanzt werden konnte, bestimmen jetzt Bohrmaschinen und Sägen den Sound. Überbleibsel des markanten DJ-Pults liegen auf den Floors, der Großteil der Technik ist bereits zurückgebaut und auch das kultige Holzschild vor dem Eingang mit dem Schriftzug "Dr. Vogel" hat Christopher Noble schon abgenommen. Vom angesagten Electro-Club ist nicht mehr viel übrig. Gut fünf Jahre nach der Eröffnung schließt Noble sein "Herz-Projekt" an der Dammstraße.


Verschiedene Gründe ausschlaggebend

Es sei ein Mix aus verschiedenen Gründen gewesen, der zur Schließung des Clubs führte, sagt der 34-Jährige: "Der Aufwand hat sich dann irgendwann nicht mehr gelohnt." Letztendlich habe aber auch die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gepasst, gibt Noble zu. Gerade in den Sommermonaten sei es im Wettkampf gegen Festivals und Open-Air-Veranstaltungen schwierig gewesen, wirtschaftlich zu bleiben. Förderlich für die Entwicklung des Dr. Vogel war vermutlich zudem auch nicht, dass der Electro-Schuppen sein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt verloren hatte, als in unmittelbarer Nähe ein weiterer Club mit dem musikalischen Schwerpunkt Electro eröffnete.

Emotionaler Abschied

Gemeinsam mit der Vogelfamilie – wie Noble seine Anhängerschaft liebevoll nennt – hat der DJ auf einer emotionalen Closing-Party Abschied vom Club gefeiert. "Ich gehe eher mit einem lachenden als mit einem weinenden Auge", sagt Noble, der sich nun vermehrt anderen Projekten widmen will. Konkret legt er in Zukunft den Fokus auf das Planen von Veranstaltungen, Partys und  Festivals – ohne dabei alleiniger Risikoträger zu sein. So gehört er zum Beispiel zu den Organisatoren des Moyn-Moyn-Festivals, das Ende August in Oyten unweit von Bremen stattfindet. Ganz verzichten muss die Osnabrücker Electro-Szene aber nicht auf Noble und Konsorten. "Ich werde auch hier weiter aktiv bleiben", verspricht der Münsteraner.

Escape Room folgt auf Electro Club

Die Nachfolge für die Räumlichkeiten im Kulturhof an der Dammstraße ist bereits geklärt. Während Noble zurzeit abbaut, baut Christian Wasmuth in einem fließenden Übergang auf. Im Gebäude entsteht ein Escape Room, der im September eröffnet werden sollen. Statt Tanzen und Feiern heißt es dann Suchen, Sammeln und Kombinieren, um Rätsel zu lösen, Geheimnisse zu lüften und innerhalb von 60 Minuten aus den Escape Rooms zu entkommen. 


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