Freiwilligendienst in Osnabrück Junge Osnabrücker helfen Senioren bei den Maltesern

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Freiwilligenteam der Malteser: (von links) Dienststellenleiter Frank Stork, Jannis Sperlich, Simon Schwennen, Steffen Wolke-Hanenkamp, Christian Zimmermann und Nicolas Kennepohl. Foto: Monika VollmerDas Freiwilligenteam der Malteser: (von links) Dienststellenleiter Frank Stork, Jannis Sperlich, Simon Schwennen, Steffen Wolke-Hanenkamp, Christian Zimmermann und Nicolas Kennepohl. Foto: Monika Vollmer

Osnabrück. Sie helfen anderen und lernen dabei mehr über das Leben: Nach dem Abitur und vor dem Studium haben sich fünf junge Leute aus Osnabrück und Georgsmarienhütte für ein Freiwilliges Jahr bei den Maltesern entschieden.

Nicolas Kennepohl (22), Simon Schwennen (19), Jannis Sperlich (21), Steffen Wolke-Hanenkamp (21) und Christian Zimmermann (18) wagten nach der Schulzeit den Sprung ins kalte Wasser und starteten ihren Bundesfreiwilligendienst bei den Maltesern in Osnabrück, ganz nach dem Motto: Soziales Engagement nützt nicht nur den Mitmenschen. Neben dem Bedürfnis anderen zu helfen und zum Gemeinwohl beizutragen, sollte das Engagement auch Spaß machen. Tatsächlich fühlten sie sich von Beginn an wohl und hängten sich laut Dienststellenleiter Frank Stork voll rein. In Einsatzfeldern, die ebenso vielfältig sind wie die Aufgaben.

„Die Tage nicht mehr in der Schule sondern unter Berufstätigen zu verbringen, sich in ungewohnten Situationen erproben, neue Menschen kennenzulernen, das bringt einen selbst weiter: bei der Orientierung, aber auch, um die eigenen Grenzen kennenzulernen“, sagt Schwennen. Um 7 Uhr beginnt der strukturierte Arbeitsalltag, dann heißt es: Ab in die Autos, um Fahrdienst für kranke und behinderte Menschen anzubieten.

300 Mahlzeiten werden täglich ausgeliefert

Im Anschluss werden in Thermoboxen verpackte Essen in einer Großküche abgeholt. Täglich sind das bis zu 300 Mahlzeiten, die vorzugsweise an Senioren ausgefahren werden. Die Freiwilligen lernen dabei häufig etwas über die soziale Ungleichheit: „Gerade beim Menüservice kommt man schon einmal von einer in die andere Welt“, erzählt Wolke-Hanenkamp. Doch die positiven Eindrücke überwiegen, wie Sperlich sagt: „Es ist immer ein schönes Erlebnis, wenn wir sehen, wie sich die älteren Menschen auf uns freuen. Denn viele leben ganz alleine und wir sind oft der einzige Kontakt, den sie am Tag haben. Und da wir nicht so sehr unter Zeitdruck stehen wie hauptamtliche Mitarbeiter, nehmen wir uns Zeit zum Reden.“

Dienststellenleiter Stork bestätigt, dass die Bufdis während der Zeit teamfähiger und selbstständiger werden. Einen direkten Bonus bei der Studienbewerbung gibt es zwar nicht, aber einzelne Studiengänge rechnen bei passender Ausrichtung den Dienst als Wartezeit an.

Malteser suchen Bewerber für FSJ oder Bufdi

Aktuell suchen die Malteser noch drei bis vier Bewerber mit Pkw-Führerschein für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst. Geboten werden vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Hausnotruf, Menüservice und Fahrdienst. Neben einem monatlichen Taschengeld von 500 Euro, in dem die Verpflegungspauschale eingerechnet ist, gibt es ein spezielles Fahrtraining sowie Seminare und Bildungsveranstaltungen.

Bewerbungen sind zu richten an Frank Stork, Tel. 0541/505220 oder auf www.malteser-osnabrueck.de.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN