Neugestaltung der Vosslinke "Ideenwagon" wurde zum neuen Standort transportiert

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Der "Ideenwagon" wurde mit schweren Geräten auf die Fläche an der Vosskuhle gebracht . Foto: Jörn MartensDer "Ideenwagon" wurde mit schweren Geräten auf die Fläche an der Vosskuhle gebracht . Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ein beeindruckendes Spektakel spielte sich jetzt an der Vosslinke am Osnabrücker Piesberg ab: Mit zwei Kränen und einem Tieflader wurde der 15 Tonnen schwere "Ideenwagon" des Piesberger Gesellschaftshauses an seinen endgültigen Platz in der Nähe des alten Steinbrechers gebracht.

Einen großen Dank richtete Imke Wedemeyer, Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshauses, an die Firmen KVN (Kran) und Dallmann (Tieflader): "Ohne diese Unterstützung wäre die Aktion nicht möglich gewesen." Nachdem der Wagon per Tieflader zum Gelände an der Vosslinke transportiert wurde, stellte der schräge Untergrund die beiden Kranfahrer Bernd Hoffmann und Dave Martins vor eine Herausforderung. Mit einem großen 100 Tonnen-Kran und einem kleineren 60 Tonnen-Kran wurde der Wagon aber schließlich sicher auf die vorbereitete Fläche gehoben.


Bei der Platzierung auf den Schienen war Millimeterarbeit gefragt. Foto: Jörn Martens


Ein unglücklicher Ausgang der Aktion wäre höchst ärgerlich gewesen, denn schließlich stecken in dem Wagon schon viele Stunden schweißtreibender Arbeit. Seit März ist Albert Merseburger von den Osnabrücker Dampflockfreunden mit der Restaurierung des geschätzt mehr als 100 Jahre alten Wagons beschäftigt. "Der Zustand war sehr schlecht", sagt Merseburger. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Piesberger Gesellschaftshauses wird der Wagon nun am neuen Standort fertig gestellt. So hat der Tischler Wolfgang Braun die originalen Türen aufgearbeitet und kümmert sich im weiteren Verlauf der Restaurierung um die Holzarbeiten im Innenraum. 

In der Mitte des Wagons gibt es eine Besonderheit: Der Erker, der ehemalig zur Aufbewahrung der Gasflaschen und Feuerlöscher diente, wurde durch eine große Glasscheibe ersetzt. Dadurch würde mehr Licht in den Wagon eindringen und Besucher hätten einen besseren Blick nach draußen, erklärt Merseburger. Der ehemalige Halbgepäckwagen (eine Hälfte zur Gepäckbeförderung, die andere für Fahrgäste) war bis zum Erwerb des Piesberger Gesellschaftshauses als Bauwagen bei der Signalmeisterei Verden im Einsatz. 

Nach der Fertigstellung soll in dem Wagon an weiteren Ideen gefeilt werden, wie das Gelände an der Vosslinke in Zukunft genutzt werden kann, gibt Wedemeyer an.  (Weiterlesen: Ideen für die „Fuchskuhle“ am Piesberg gesucht) Einige Ideen gibt es für die Umgestaltung des ehemaligen Steinlagerplatzes der Firm Cemex schon. Die Landschaftsarchitektur-Studenten der Hochschule Osnabrück entwickeln unter Leitung von Claudia Schliemer verschiedene Konzepte. Das Grundstück sei ein wichtiges Puzzlestück, da es zentral auf der Kulturlandschaft am Piesberg liege, sagt Schliemer. Das Ziel sei es "alles was den Piesberg ausmacht, hier zu bündeln". Dabei soll auf vorhandenes Material zurückgegriffen und die Themen Natur und Technik mit einbezogen werden. Denkbar sei auch eine Nutzung als "Alternativer Campingplatz", so Schliemer weiter. Auch Wedemeier bringt eine Übernachtungsmöglichkeit ins Spiel und sagt, dass "grundsätzlich nichts ausgeschlossen werden soll." (Weiterlesen: Platz kann zu einem Sahnestück werden)

Beim Piesberger Bergfest am 2. September soll der fertige "Ideenwagon" präsentiert und in das Programm eingebunden werden.


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