Ab Donnerstag neu im Kino "The Equalizer 2" mit Denzel Washington

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Eigentlich braucht ein echter Mann wie Robert McCall (Denzel Washington) keine Waffen. Aber manchmal darf es auch etwas mehr sein. "The Equalizer 2". Ab Donnerstag neu in den Kinos. Cinema Arthouse, Filmpassage.Eigentlich braucht ein echter Mann wie Robert McCall (Denzel Washington) keine Waffen. Aber manchmal darf es auch etwas mehr sein. "The Equalizer 2". Ab Donnerstag neu in den Kinos. Cinema Arthouse, Filmpassage.

Osnabrück. Jetzt wird auch der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington zum Sequelizer. „The Equalizer 2“ ist das erste Spielfilm-Sequel, auf das er in seiner langen Schauspielkarriere zurückblicken kann. In der spannenden Fortsetzung warten diesmal ebenbürtige Gegner auf Rächer Robert McCall.

Vier Jahre ist es her, da hat der „Equalizer“ Robert McCall (Denzel Washington) mit improvisierten Waffen aus dem Baumarkt und einer geballten Ladung Nahkampftechnik der russischen Mafia gezeigt, wo der Hammer hängt. Und auch jetzt, vier Jahre später, gehört der einstige Regierungsagent als rüstiger Ruheständler noch lange nicht zum alten Eisen.

Was immer noch in ihm steckt, bekommen gleich zu Beginn ein paar fiese Finsterlinge im Speisewaggon eines Zuges auf dem Weg nach Istanbul zu spüren, die im Auftrag ihres Bosses ein kleines Mädchen entführt haben. Und bald darauf ein paar Frauenschänder in Boston, wo McCall nach seinem Job im Baumarkt nun für den Uber-Konkurrenten Lyft Taxi fährt.

Aber das allein reicht natürlich nicht für die fulminante Fortsetzung des Kassenknüllers „The Equalizer“. Die eigentliche Geschichte in „The Equalizer 2“ entwickelt sich erst allmählich aus einem mysteriösen Mordfall in Brüssel. Weil es Verbindungen der Opfer zu der Geheimdienstagentur gibt, für die McCall einst tätig war, wird seine Freundin und ehemalige Kollegin Susan Plummer (Melissa Leo) auf den Fall angesetzt. Und ermordet. Da sieht McCall rot. Und trifft auf einen Gegner, der ihm ebenbürtig ist.

Es ist kaum zu glauben, aber „The Equalizer 2“ ist tatsächlich die erste Spielfilmproduktion, für die sich der Hollywood-Veteran und zweifache Oscar-Preisträger Washington in einem Sequel hergibt. Das gleiche gilt für Regisseur Antoine Fuqua, der nun schon den vierten Film mit Hauptdarsteller Washington realisiert hat. Kein Wunder, dass die Produktion während der Dreharbeiten hinter den Kulissen schnell den scherzhaften Arbeitstitel „Sequelizer“ weg hatte.

Vergleicht man beide Teile miteinander, dann erscheint die Fortsetzung sogar besser als der ursprüngliche Kassenknüller vor vier Jahren. So tut es „The Equalizer 2“ ganz gut, dass Fuqua nicht mehr so viel Wert auf die unterkühlte Hochglanzoptik des Vorgängers legt. Vor allen Dingen während des sturmgepeitschten Finales kommt gerade wegen der nicht nur optisch deutlich düstereren Atmosphäre mehr Spannung auf als während des Baumarkt-Finales im ersten Teils.

Und auch, wenn Rache und Selbstjustiz hier erneut eine entscheidende Rolle im Handlungsantrieb des Protagonisten spielen, werden diese zweifelhaften Motive hinterfragt. Mehr noch. „The Equalizer 2“ wagt es doch tatsächlich, der allmächtigen US-amerikanischen Waffenlobby eine deutliche Abfuhr zu erteilen: „Ein echter Mann braucht keine Waffen“, schärft McCall einem jungen Mann ein, der auf die schiefe Bahn zu geraten droht. Und somit auch dem Kinopublikum.

Doch im Wesentlichen überzeugt „The Equalizer 2“ als gut gemachter, mit überraschenden Wendungen gespickter Action-Thriller, der nun auch ein paar Geheimnisse aus dem Vorleben des Protagonisten lüftet. Aber nur ein paar. Denn mittlerweile, so scheint es, haben Hauptdarsteller Washington und Regisseur Fuqua Filmblut für weitere Fortsetzungen geleckt.

The Equalizer 2. USA 2018. R.: Antoine Fuqua. D.: Denzel Washington, Pedro Pascal, Bill Pullman, Melissa Leo. Laufzeit: 121 Minuten. FSK: ab 16. Cinema Arthouse, Filmpassage.


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