Flüchtlinge aufnehmen Grüne für Unterstützung der Seenotrettung durch die Stadt Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Am Samstag haben nach Veranstalterangaben 600 Menschen in Osnabrück für die Seenotrettung demonstriert. Foto: Thomas OsterfeldAm Samstag haben nach Veranstalterangaben 600 Menschen in Osnabrück für die Seenotrettung demonstriert. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück soll sich bereit erklären, gerettete Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen, findet die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und schließt sich damit der Forderung der Initiative Seebrücke Osnabrück an.

„Der Vorschlag kommt zur richtigen Zeit. Für uns ist es selbstverständlich, dass die Friedensstadt Osnabrück die Initiative der Rheinstädte Köln, Düsseldorf und Bonn unterstützt", werden der Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn und die sozialpolitische Sprecherin, Anke Jacobsen in einer Pressemitteilung zitiert. Die Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf und Bonn haben in einem gemeinsamen Brief an die Bundeskanzlerin angeboten, in Not geratene Geflüchtete zusätzlich aufzunehmen. "Menschen ertrinken zu lassen, ist keine Alternative, sondern unmenschlich, unchristlich und ein Verbrechen“, so Hagedorn und Jacobsen. "Mit einem Beschluss würde der Stadtrat zugleich eine Ansage an die Bundesregierung senden"

Die Grünen sind damit die erste Ratsfraktion, die auf den Appell des Bündnisses Seebrücke Osnabrück an die Stadt reagiert. Beteiligt sind der DGB, das Bistum, Caritas und Diakonie, Terre des Hommes, Help Age, Exil, Attac, No Lager, die Flüchtlingshilfe Rosenplatz, die Frauenberatungsstelle und etliche weitere Osnabrücker Organisationen. Sie haben Rat und Oberbürgermeister aufgefordert, dass die Stadt anbieten soll, Geflüchtete, die im Mittelmeer in Not geraten, ebenfalls zusätzlich aufzunehmen. 

Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bislang bereits 1524 Menschen im Mittelmeer (Stand: 12. August) ums Leben gekommen.

Die Grünen hoffen, dass sich Rat und Verwaltung bis zur nächsten Sitzung Ende August auf eine gemeinsame Beschlussfassung einigen können, schreiben sie. „Das sind wir auch den Trägern der Initiative schuldig. Wir sollten das Bistum, die Diakonie, die Caritas, die Gewerkschaften und die vielen Initiativen nicht enttäuschen“, wird Hagedorn zitiert. Der Rat solle das humane Engagement vieler Bürger durch seine Zustimmung ermutigen.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN