Erfundene Hundeattacke In Osnabrück getötetes Baby: Verfahren vor dem Abschluss

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Das Baby wurde im Christlichen Kinderhospital in Osnabrück behandelt. Foto: Gert WestdörpDas Baby wurde im Christlichen Kinderhospital in Osnabrück behandelt. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Im Falle des in Osnabrück zu Tode geschlagenen Babys steht die Staatsanwaltschaft vor dem Abschluss des Verfahrens. Im Fokus: der Vater des Kindes.

Das bestätigte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer unserer Redaktion. Derzeit fehle noch ein neuropathologisches Gutachten. Wenn dieses vorliegt, dürfte die Staatsanwaltschaft in Kürze Anklage gegen den Vater erheben.

Erfundener Hundebiss

Mitte Mai war der wenige Tage alte Säugling mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Die Eltern gaben an, er sei in Hellern von einem fremden Hund gebissen worden. Vierbeiner und Halter: unbekannt.

Misshandlung Stunden nach Entlassung aus Krankenhaus

Einen Tag später die dramatische Wende: Die Polizei ermittelte nun gegen den 24-jährigen Vater und Partner der Kindesmutter. Er soll das Baby schwer misshandelt haben – nur wenige Stunden nach der Entlassung des Kindes aus dem Krankenhaus. Rechtsmediziner hatten Zweifel an der Version der Eltern gehabt.

Die Obduktion ergab: Das Baby starb an Schlägen gegen den Kopf. Der Vater sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Mutter deckte offenbar die Tat ihres Partners. Sie war bei der Tat aber vermutlich nicht dabei.


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